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| 08.10.1998

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Aus IZ21/1998, S. 16

Von hl

In diesem Artikel:

Zehnjährige Bindungen für unter 5% eff. Realkreditinstitute lösen die Zinsschraube / Zinstal noch nicht erreicht

Wiesbaden (hl) - Für etwas weniger als 5% effektiv können sich Häuslebauer bei zwei Hypothekenbanken mit zehnjährigen Zinsbindungen eindecken. Die Zinsrallye bei Baudarlehen ist damit Anfang Oktober i [...]

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Die Zinsprognose

von

Joachim Nüßler

Vorstandsmitglied der

BHW Holding AG und

BHW Bausparkasse AG

Die Krise in Japan, in einigen Schwellenländern Asiens und jüngst in Rußland sowie in Teilen Lateinamerikas hat nicht nur dort, sondern auch in den USA und in Westeuropa zu massiven Kursverlusten an den Aktienmärkten geführt. Die historisch niedrigsten Kapitalmarktzinsen gingen damit einher.

Das Inflationsgefälle zwischen den Euro-Ländern hat sich dank der Stabilitätserfolge in Spanien und Italien markant vermindert. Der Konvergenzprozeß steht mittlerweile jedoch still. Die Teuerungsraten driften wieder auseinander. Eine anziehende Inflationsrate weisen jene Länder auf, die im Konjunkturzyklus weiter vorangeschritten sind. Auch in den nächsten Monaten werden sich die Preise in Euroland unterschiedlich gestalten. Gradmesser für die Stabilität des Euro ist aber die durchschnittliche Preisentwicklung im Währungsraum. Die Inflationsaussichten für den Euroraum sind unverändert günstig.

Da sich die Emerging-Market-Krise noch weiter verschärft hat, werden die Zinsen im letzten Quartal wahrscheinlich nicht steigen.

Die Langfristzinsen in Deutschland sind im Gefolge bei zehnjährigen öffentlichen Anleihen unter die 4%-Marke gefallen. Die moderate Entwicklung der Preise im Durchschnitt der EWWU-Staaten und in den USA läßt auch in den nächsten Monaten keine Preiserhöhungen erwarten. Dafür spricht auch, daß infolge der Krise in fast allen Ländern mit Wachstumseinbußen gerechnet wird. Weitere Zinsrückgänge sind daher nicht auszuschließen.