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Unternehmen | 25.03.2010

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Aus IZ12/2010, S. 3

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:

Münchener Hyp legt Vollbremsung hin

Die Münchener Hypothekenbank (MHB) hat im vergangenen Jahr das gewerbliche Kreditneugeschäft fast komplett eingestellt. Sorgen bereitet das dem Bankvorstand allerdings nicht: "Wir leben von unseren [...]

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MHB-Vorstand Louis Hagen

Mit Louis Hagen hat sich die Münchener Hypothekenbank im vergangenen Sommer nicht nur einen ausgewiesenen Immobilien- und Finanzierungsexperten in den Vorstand geholt. Hagen verfügt durch seine vorherige Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) auch über einen exzellenten Marktüberblick, insbesondere was die heimischen Wettbewerber angeht. Zwar habe er während seiner Amtszeit keine detaillierten Einblicke in die einzelnen Institute gehabt. Das vdp-Wissen sei aber durchaus hilfreich, um die Konkurrenten besser einschätzen zu können, gibt Hagen unumwunden zu.

3 Fragen an Bernhard Heinlein
      

       Bild: MHB
Bernhard Heinlein

Bild: MHB

      

Herr Heinlein, neben Ihnen gibt es mit der DG Hyp, der WL Bank und der WGZ Bank noch drei weitere gewerbliche Immobilienfinanzierer im genossenschaftlichen Verbund. Kommt man sich da nicht in die Quere?



Nein, bisher jedenfalls nicht. Jeder Marktteilnehmer hat sein eigenes Segment, das er fokussiert. Eine Vielzahl von Anbietern hat darüber hinaus den Vorteil, dass man bei bestimmten Größenüberschreitungen zusammenarbeiten kann. Aktuell befinden wir uns beispielsweise in Gesprächen für Konsortialfinanzierungen.

Ist also eine Fusion mit der DG Hyp für immer vom Tisch?



Das Thema einer Konsolidierung im Verbund sollte man immer mal wieder ausloten.

Fast alle Immobilienbanken haben sich in den vergangenen Jahren aus dem Geschäft mit privaten Baufinanzierungskunden zurückgezogen. Sie nicht. Warum?



Weil wir in diesem Geschäft stabile Erträge erwirtschaften. Klar kann man in der privaten Baufinanzierung keine Eigenkapitalrenditen von 20% erzielen. Das wird von unseren Eigentümern aber auch nicht gefordert. Wir sind schließlich keine Investmentbank. Außerdem befinden sich unter unseren rund 90.000 Anteilseignern auch zahlreiche Genossenschaftsbanken. Für diese steht ihr eigener Kundenerfolg im Vordergrund. Sie nutzen uns als Partner für ihre regionale Marktbearbeitung.

Bernhard Heinlein ist Vorstandsmitglied bei der Münchener Hypothekenbank.