Sie verwenden iz.de als Gastnutzer

Politik | 11.03.2010

Premium Bis zu 6 Premium-Inhalte / Monat im Basis-Paket (Print-Abo), unbegrenzt im Premium-Paket.
Aus IZ10/2010, S. 3

Von Bernhard Bomke und Monika Leykam

In diesem Artikel:

Dem Anleger zuliebe: Mauern um Fonds

Da hat das Bundesfinanzministerium die Fondsbranche ganz schön überrumpelt. Der ohne die gewohnte vorherige Feinabstimmung verkündete Ausbau der Regulierung offener Immobilienfonds war so gar nicht [...]

Registrieren Sie sich kostenfrei und lesen Sie den Artikel weiter!


Mit Ihrer Registrierung willigen Sie in unsere AGB ein. Für die Nutzung unserer Services und Produkte gilt zudem unsere Datenschutzerklärung.

"Gesetzentwurf zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarktes"

Die geplanten Änderungen bei offenen Immobilienfonds sind Teil eines großen Gesetzespakets, das das BMF Anfang März ankündigte. Es beinhaltet außerdem strengere Anlegerschutzregelungen für den Grauen Kapitalmarkt, Sanktionen gegen Finanzdienstleister zur Vermeidung von Falschberatung, die Einschränkung von Leerverkäufen sowie Instrumente gegen Versuche, Unternehmen durch Nutzung bestimmter Finanzinstrumente zu übernehmen.

Neben den offenen Immobilienfonds sind auch geschlossene Fonds von den geplanten Regulierungen betroffen. Der Verband Geschlossene Fonds (VGF) und der AfW-Bundesverband Finanzdienstleistung unterstützen den Plan, die Beratungspflichten für den Vertrieb geschlossener Fonds künftig inhaltlich an den Anforderungen des Wertpapierhandelsgesetzes auszurichten. Dagegen lehnen sie eine Klassifizierung geschlossener Fonds als Finanzinstrumente im Sinne des Wertpapierhandels- und des Kreditwesengesetzes ab. Dadurch würden freie Vertriebe über alle Maßen in die Haftung gedrängt und in ihrer Existenz bedroht. Der VGF fordert alternativ ein eigenes Gesetz zur Regulierung geschlossener Fonds, um sachfremde Regelungen zu vermeiden.