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Märkte | 04.03.2010

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Aus IZ09/2010, S. 30

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Chemnitzer Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft
  • Organisationen:
    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bundesregierung Deutschland, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Haus & Grund, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
  • Personen:
    Lutz Freitag, Rainer Bomba, Rolf Kornemann
  • Immobilienart:
    Wohnen

Zweite Leerstandswelle rollt jetzt an

Milliarden sind nötig, um der aufgrund rasant sinkender Bevölkerungszahlen jetzt anrollenden zweiten Leerstandswelle am ostdeutschen Wohnungsmarkt Paroli zu bieten. Dies geht aus der gemeinsamen Er [...]

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Altschuldenbeispiel: Chemnitz

Die Chemnitzer Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft (CAWG) mit 7.500 Mitgliedern und 7.325 Wohnungen ging am 1. Juli 1990 mit 66,6 Mio. DM (umgerechnet 34,1 Mio. Euro) Altschulden an den Start. Da die CAWG wie alle ostdeutschen Wohnungsunternehmen den Kapitaldienst von durchschnittlich 3 DM/m2 aus den seinerzeitigen Mieteinnahmen von rund 1 DM/m2 nicht finanzieren konnte, gab es von 1990 bis 1993 zunächst ein sog. Zinsmoratorium. Da während der Laufzeit des Moratoriums die Schulden nicht getilgt wurden, erhöhte sich die Schuldsumme, insbesondere auch aufgrund der damaligen Hochzinsphase, auf 90,9 Mio. DM (46,5 Mio. Euro). In den Jahren 1994 bis 2009 gelang es, 11,2 Mio. Euro zu tilgen, sodass der gegenwärtige Schuldenstand bei 35,3 Mio. Euro liegt. Gleichzeitig wurden in der Vergangenheit 200 Wohnungen abgerissen. Die Altschulden für diese Einheiten belaufen sich auf knapp 1 Mio. Euro. Zins und Tilgung für diese grünen Wiesen belasten die Genossenschaft aktuell mit 68.000 Euro per anno. Von einer Entlastung gemäß der Härtefallregelung nach § 6 a Altschuldenhilfeverordnung konnte die CAWG nicht profitieren, da der Leerstand im Unternehmen niemals die 15%-Grenze erreichte.