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| 27.08.1998

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Aus IZ18/1998, S. 6

Von hl

In diesem Artikel:

Hypothekenzinsen: Talsohle noch nicht erreicht Hypothekenbanken senken Darlehenspreise spürbar / Versicherer zurückhaltender

Wiesbaden (hl) - Nägel mit Köpfen haben die Hypothekenbanken in den vergangenen vierzehn Tagen gemacht. Baugeld mit fünf- und zehnjähriger Zinsbindung hat sich bei ihnen erheblich verbilligt.

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Die Zinsprognose

von

Franz Huber

Vorstandsmitglied der

Hypo-Vereinsbank, München

Die Zinsen in Deutschland sind heute so niedrig wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Auf mittlere Sicht besteht aber trotzdem noch Spielraum für Zinssenkungen. Ich erwarte daher, daß die Renditen für zehnjährige öffentliche Anleihen bis Mitte 1999 auf 4,25% zurückgehen werden.

Auf kürzere Sicht bescheren die wirtschaftlichen Krisenherde in der Welt den europäischen Rentenmärkten einen kräftigen Schub. Die Verschärfung der Asienkrise, die Schockwellen aus Japan und die düstere Situation in Rußland lassen institutionelle Anleger sichere Häfen für ihr Kapital suchen. Dies sind derzeit die Anleihemärkte in Nordamerika und Europa. Die "Flucht in die Qualität" wird sich aber auch in Zukunft weiter fortsetzen.

Doch nicht nur davon sind die Zinsen abhängig. Der Euro hat die Chance, zur zweitwichtigsten Anlagewährung aufzusteigen. Die Währungsunion fördert das Entstehen EWU-weiter Aktien- und Rentenmärkte. Die neue Währung erweitert die Anlagespielräume und führt zu mehr Liquidität und Transparenz. Bereits heute zeigt sich Euroland als international hoch attraktiv.

Das Kapitalangebot in der Union wird aber nicht nur aufgrund internationaler Kapitalflüsse steigen, sondern auch durch die zunehmende private und öffentliche Ersparnisbildung, letztere bedingt durch den Maastrichter Vertrag. Kapitalzuflüsse, geringere Haushaltsdefizite und wachsende private Ersparnisbildung drücken weiterhin auf die Zinsen.

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