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| 07.05.1998

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Aus IZ10/1998, S. 8

Von hl

In diesem Artikel:

"Nicht wenige Marktbeobachter sprechen von einer Deflation" Stehen Hypothekenzinsen vor einer Trendwende? / Zinsniveau verharrt

Wiesbaden (hl) - Die Hypothekenbanken haben eine Pause eingelegt. Ob die Zinsen in den kommenden vierzehn Tagen erneut fallen oder aber wieder steigen werden, bleibt abzuwarten.

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Die Zinsprognose

von

Bernhard Hafner,

Vorstandsvorsitzender der

Allgemeinen Deutschen

Direktbank

Frankfurt am Main

Die günstigen Konditionen für Baudarlehen werden auf absehbare Zeit Bestand haben. Ich rechne für den weiteren Verlauf des Jahres sogar damit, daß es eher noch zu einem weiteren - wenn auch geringfügigen - Absinken der Zinsen kommen wird.

Für stabile Zinsen spricht die stetige Konjunkturentwicklung mit einem Wirtschaftswachstum von 2% bis 2,5%. Hinzu kommt eine mäßige Investitionsneigung und ein weitgehendes Gleichgewicht zwischen guter Exportkonjunktur und schwacher Binnennachfrage.

Natürlich sehe ich auch Risiken, die gegen meine Zinsmeinung sprechen: Impulse für steigende Zinsen könnten von den USA ausgehen. Dort wird immer wieder eine Leitzinserhöhung diskutiert. Infolgedessen sind dort die Renditen am Kapitalmarkt angestiegen. Auch der deutsche Rentenmarkt wurde davon trotz des abbröckelnden US-Dollars beeinflußt und reagierte mit leichten Zinserhöhungen.

Ein weiterer schwer einzuschätzender Faktor ist der Außen- und Innenwert des Euros. Noch keineswegs sicher ist, in welche Richtung sich die mit der Gemeinschaftswährung verbundene Zinskonvergenz auswirken wird.

Zusammenfassend komme ich aber zu dem Ergebnis, daß der mittelfristige Zins- und Inflationstrend weltweit eher abwärts gerichtet ist. Nicht wenige Beobachter sprechen bereits von Deflation statt von Inflation.