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| 18.12.2008

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Aus IZ50/2008, S. 16

Von Ullrich Werling, Franz Fürst, Stefan Subroweit, IZ

In diesem Artikel:

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Trotz allen mit Prognosen verbundenen Unsicherheiten und Risiken gibt es gerade für die Immobilienbranche einige Instrumente, die einen Blick in die Zukunft erlauben. Mit den gewonnen Erkenntnissen lä [...]

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Die Autoren: Ullrich Werling, CIS Hyp-Zert(F), Dr. Geppert Immobilienbewertung, Sachverständiger, Partner, verantwortlich für Portfoliobewertung und Research; Dr. Franz Fürst, Lecturer (Assistance Professor) für Real Estate Economics und Finance, Henley Business School, University of Reading (UK); Dr. Stefan Subroweit, Diplom-Volkswirt, Senior Economist im Immobilienresearch der DekaBank, verantwortlich für quantitative Modelle.

In unserem dreiteiligen Beitrag Prognose-Modelle beleuchten die Gastautoren den Nutzen verschiedener Prognosemodelle für die Immobilienwirtschaft. In der kommenden Ausgabe schreiben sie über mittelfristige Modelle.

Mathematische Grundlagen für Prognosen

Verschiedene ökonometrische Modelle haben die Form: Z = K0 + K1V1 + K2V2 + ... + KnVn + E. Zielgröße Z ist der Mietpreis. Bei einem hedonischen Mietpreismodell hängt dieser von den erklärenden Variablen V1,2,...,n ab. Beispiele für erklärende Variablen sind unter anderem die Fläche der Mieteinheit, das Baujahr und die Geschosslage. Generell kann es sich bei den erklärenden Variablen um stichtagsbezogene Daten (Fläche, Leerstand, Spitzenmiete), um Änderungsraten (Mietpreiswachstum zum Vorjahr) oder um binäre Größen handeln, die nur als "0" oder "1" auftreten. Letzteres wird verwendet, um Merkmale einfließen lassen zu können, die entweder vorhanden oder nicht vorhanden sind. Dies sind bei Mietwohnungen etwa der Balkon, ein Gäste-WC oder eine Einbauküche. In diesem speziellen Fall gibt der dazu gehörende Koeffizient K unmittelbar den Preissprung wieder, um den sich Wohnungen mit und ohne dieses Merkmal unterscheiden. E steht für die unerklärliche Differenz zwischen den realen Werten und den Ergebnissen des Modells.

Begriffserklärungen der Prognosetheorie

Hedonische Modelle:

Ein aus der Preistheorie stammendes Modell, in dem der Preis als Funktion bestimmter Variabler dargestellt wird. Die Variablen müssen einen Zusammenhang mit dem Nutzwert des Angebots für den Kunden haben (z.B. beim Autokauf die Kofferraumgröße oder die Motorleistung).

Ökonometrie:

Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das anhand von statistischen Daten, meist Zeitreihen (Folgen von Datenpunkten, die in endlichen zeitlichen Abständen, z.B. quartalsweise, anfallen), mit Hilfe mathematischer Methoden ökonomische Zusammenhänge untersucht. Die Ableitung von Prognosen sowie Aussagen zu ihrer Güte sind wesentliche Ziele der ökonometrischen Forschung.

Volatilität:

Das Maß für die Schwankungen einer Zeitreihe, die kurzfristiger Natur sind und mit den üblichen Komponenten einer Zeitreihe (Trend, Zyklus usw.) nicht zu erklären sind.

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