Sie verwenden iz.de als Gastnutzer

| 11.12.2008

Premium Bis zu 6 Premium-Inhalte / Monat im Basis-Paket (Print-Abo), unbegrenzt im Premium-Paket.
Aus IZ49/2008, S. 19

Von IZ

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Bauwens, Lord, Sick
  • Organisationen:
    Stadt Köln, Rat der Stadt Köln
  • Personen:
    Albert Speer, Bernd Streitberger, Fritz Schramma, Stephan Grünewald, Paul Bauwens-Adenauer, Karl Klipper, Norman Foster

Die Domstadt hat ab sofort einen Plan

Köln hat jetzt auch einen städtebaulichen Masterplan. Die größte Stadt Nordrhein-Westfalens will sich damit für die Zukunft wappnen und alte Wunden heilen. Doch der Weg zu dem Plan war steinig, und in [...]

Registrieren Sie sich kostenfrei und lesen Sie den Artikel weiter!


Mit Ihrer Registrierung willigen Sie in unsere AGB ein. Für die Nutzung unserer Services und Produkte gilt zudem unsere Datenschutzerklärung.
MEINUNG

zu "Masterplan Köln"

Der Psychologe Stephan Grünewald hat mit 700 Kölnern ein zweistündiges psychologisches Tiefeninterview geführt, um der Kölschen Lebensart auf die Schliche zu kommen. Das Ergebnis: Der Kölner liebt die gemütliche Zwanglosigkeit. In der Domstadt regiert die "gekonnte Unentschlossenheit". Nicht eben schmeichelhaft.

Doch nun ist Schluss mit "Et kütt, wie et kütt!" Und erst recht vorbei mit "Et het noch immer jot jejange!" Denn genau das hat es nicht. Das Rheinische Grundgesetz hat ausgedient, und bemerkt haben das vor allem die Kölner Unternehmen.

Köln ist - auch wenn es die Kölner bis zum Erbrechen wiederholen - nicht die schönste Stadt der Welt. Köln ist verbaut, zugeparkt und gammelig. Die Unternehmen, die sich um Kanzlerenkel Paul Bauwens-Adenauer im Verein Unternehmer für Köln versammelt haben, geben mit dem Masterplan aus der Feder von Albert Speer der Stadtspitze einen Tritt in den Allerwertesten. Dass dieser Tritt dem Rat nicht unwillkommen ist, liegt zum einen am bevorstehenden Kommunalwahlkampf, zum anderen aber daran, dass die Stadt so pleite ist, dass sie für einen solchen Plan selbst kein Geld hätte.

Nun ist er also da, der Masterplan. Die Frage, die sich Schramma stellen lassen muss, wenn er im kommenden Jahr wiedergewählt werden sollte, lautet: Was wird realisiert, und - viel wichtiger - wer soll's bezahlen? Und, von dieser Seite sei angemerkt: Auch hier wird "Et kütt wie et kütt" wohl nicht weiterhelfen. (thk)

Ihre Meinung interessiert uns. Schreiben Sie an leserbrief@immobilien-zeitung.de.