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| 16.10.2008

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Aus IZ41/2008, S. 18

Von IZ

In diesem Artikel:

Hanzevast investiert 50 Mio. Euro in enge Gänge

Bis Ende 2011 hat der niederländische Investor Hanzevast ontwikkeling Zeit, das historische Gängeviertel in der Hamburger City zu entwickeln. 50 Mio. Euro sollen in Neubauten sowie die denkmalgerechte [...]

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Gängeviertel

Der historische Quartiersrest mit acht denkmalgeschützten Häusern aus der Zeit ab 1840 illustriert die Wohnbedingungen der im 19. Jahrhundert weit verbreiteten Gängeviertel - hoch verdichteter Stadtquartiere, deren Wege für Fuhrwerke zu schmal waren und die als Brutstätten für Cholera und Kriminalität galten. Nach der Cholera-Epidemie 1892 in Hamburg wurden diese Quartiere gezielt abgerissen, ein größerer Rest für den Bau des Unilever-Hauses (1958-1962) am Valentinskamp, gegenüber dem nun beplanten Areal. Seit den 1990er Jahren wurden Erhalt und Sanierung dieses Gängeviertel-Rudiments diskutiert. 2002 bot die Stadt das Grundstück im Höchstpreisverfahren an.

2004 beschloss die Kommission für Bodenordnung den Verkauf des Grundstücks. Doch der örtliche Investor Hans-Peter Werner, Implan Unternehmensgruppe, verhob sich mit dem Projekt und holte die holländischen Investoren Hanzevast ins Boot. Aber die Niederländer hatten zunächst stark abweichende Vorstellungen gegenüber den von der Stadt gesetzten Rahmenbedingungen zum Denkmalschutz, zu Nutzungsdichte und Bebauung: Geplant wurde etwa ein elfgeschossiges Hochhaus im Zentrum des Quartiers. In dem städtebaulichen Vertrag, der bis Ende Mai 2008 unterschrieben sein sollte, hatten die Holländer dem Vernehmen nach einige Passagen einfach gestrichen. Zudem lag kein Bauantrag vor. Erst der Hamburger Berater Uwe Drost brachte die beiden Parteien wieder an einen Tisch. Werner ist nicht mehr Teil des Agreements. Eine Neuausschreibung hätte den Projektverlauf deutlich verzögert und den Erhalt der ohnehin maroden Bausubstanz zusätzlich erschwert.