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Karriere | 02.10.2008

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Aus IZ39-40/2008, S. 36

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

Architekten haben das höchste Ansehen, Wohnungsmakler das geringste

Noch nie hat eine Umfrage der Immobilien Zeitung eine solche Resonanz hervorgerufen: Rund 1.700 Personen haben sich am IZ Trend zum Ansehen der Immobilienberufe beteiligt. Die Ergebnisse sind für d [...]

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MEINUNG

zu "Ansehen der Immobilienberufe"

Die Ergebnisse der Umfrage über das Ansehen der Immobilienberufe werden einigen nicht schmecken. Die schlechten Werte der Gewerbemakler z.B. dürften einen Berufsstand treffen, der in den vergangenen Jahren hart daran gearbeitet hat, das Image des Provisionsjägers abzustreifen und als Berater ernst genommen zu werden. Die Architekten dagegen stehen als die großen Gewinner da, und das obwohl kaum Architekten an der Umfrage teilgenommen haben. Wer hätte das gedacht?

Was bei den Ergebnissen ins Auge springt, ist das hohe Ansehen von Berufen, die eine Hochschulausbildung voraussetzen. Unter den fünf Erstplatzierten bei der Frage nach dem höchsten Ansehen finden sich vier akademische Berufe - Architekt, Rechtsanwalt, Ingenieur/Fachplaner und Forschung/Lehre. Fragt man umgekehrt nach den Tätigkeiten mit dem geringsten Ansehen, kommt der erste akademische Stand (Rechtsanwalt) erst auf Platz 11. Die Ergebnisse weisen in eine ähnliche Richtung wie das jährliche Beruferanking des Allensbach-Instituts. Auch dort landen regelmäßig Berufe ohne akademische Zugangshürden auf den hinteren Plätzen (Buchhändler, Politiker, Gewerkschaftsführer, Offizier, Journalist). Die Hochschulausbildung in Deutschland scheint allen Unkenrufen zum Trotz nach wie vor ein hohes Ansehen zu genießen.

Die Ergebnisse liefern somit einen Hinweis darauf, warum alle Arten von Immobilienstudien so hoch im Kurs stehen und akademische Grade immer wichtiger genommen werden. Vordergründig mag es dabei um die so genannte Professionalisierung der Immobilienbranche gehen (wobei sich sogleich die Frage aufdrängt, ob unsere Väter und Großväter nicht professionell gearbeitet haben). Es kommt in dem Wunsch nach mehr Hochschule aber auch ein Bedürfnis zum Ausdruck, den Immobilienstand akademisch zu adeln und ihm so ein höheres Ansehen zu verpassen. Ein Studium, das hat die Branche erkannt, ist der Königsweg zu höherem gesellschaftlichem Ansehen. (cvs)

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