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Marketing | 17.07.2008

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Aus IZ28/2008, S. 9

Von IZ

In diesem Artikel:

Sexy Headlines, emotionale Bilder, knackige Inhalte

Wann haben Sie den letzten Flyer, Wurfzettel oder Werbebrief in Ihrem Briefkasten gefunden, haben sich angesprochen gefühlt und ihn nicht sofort in den Papierkorb entsorgt? Man muss das Rad nicht n [...]

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Dos und Don'ts für die Wurfzettelgestaltung

Dos

. Zielgruppenanalyse.

. Ansprechendes, höherwertiges Papier.

. Gut lesbare nicht verkünstelte Schrift verwenden.

. Möglichst persönliche Anrede.

. Emotionale, anregende Texte zur Beschreibung des zu vermarktenden Objekts, da der Kunde zuerst emotional angesprochen wird.

. Kunden denken oft trendorientiert. Aktuelle Trends berücksichtigen - Energie, Sicherheit, Gesundheit.

. Sich in den Kunden, der meistens Laie ist, einfühlen und die Gestaltung und Beschreibung auf ihn beziehen, nicht auf die eigene professionelle Sichtweise.

. Die Fotoauswahl sehr selektiv betreiben. Lieber weniger Fotos, gar keine oder nur Ausschnitte als schlechte Fotos.

. Einen Profi zum Fotografieren oder Texten hinzuziehen, wenn man sich unsicher ist.

. Farbauswahl der Zielgruppe anpassen. Eine ruhige Lage eher mit sanften Farben, das laute Szeneviertel kann auch mit kräftigen Farben "in Szene" gesetzt werden.

Don'ts

. Nicht Objekt- und Zielgruppenunabhängig immer den gleichen Flyer verwenden und nur die Fotos austauschen.

. Keine Überfrachtung mit Bildern.

. Keine schlechten Fotos, die zu dunkel sind, unaufgeräumte Wohnungen oder bröckelnde Fassaden zeigen. Dann besser gar keine oder Symbolfotos (Sonnenbrille, Katze) zeigen.

. Keine Lügen oder Übertreibungen.

. Wenn man ein einziges Thema vermarkten möchte, nicht noch 20 andere dazupacken, "weil man gerade schon mal dabei ist".

. Keine überflüssigen Fremdwörter und komplizierte Umschreibungen.

. Keine abgedroschenen Werbephrasen - damit gibt man dem Kunden das Gefühl, dass man ihn für dumm genug hält, alles zu glauben.

. Corporate Design ja, aber immer der Gesamtgestaltung bzw. den Inhalten unterordnen.

. Kein wirres Farbenspiel, um Aufmerksamkeit zu erregen, sondern das Motto Weniger ist mehr beachten.

. Weniger ist mehr gilt auch für die Häufigkeit der Flyer. Kunden nicht damit bombardieren.

3 Fragen an Franck Winnig

Flyer haben ja keinen sehr hohen Stellenwert in der Immobilienwerbung. Sie werden hergestellt, aber oft mit wenig Leidenschaft. Was sind die größten Fehler? Sie sind zu oft zu billig gemacht, zu viele Inhalte, zu viele unprofessionelle Fotos, zu bunt, zu viele verschiedene Textgrößen, Schriften und Kästchen, zu dominates Logo und andererseits zu wenig Mut, etwas Interessantes zu machen.

Ich muss nicht jeden ansprechen, ich muss nur bei meiner gewünschten Zielgruppe Emotionen erzeugen.

Wie ermitteln Sie die Zielgruppe?

Die Frau steht bei der Zielgruppenansprache im Vordergrund, weil Immobilien zu einem großen Teil Bauchentscheidungen sind. Frauen schauen da mehr auf die Details, die zum Wohlfühlen beitragen. Wenn wir eine Zielgruppe analysieren, entwickeln wir eine Lebensgeschichte dazu, mit Namen, sogar für die Haustiere und mit Berufen und versuchen, uns in diese Menschen hineinzufühlen.

Ihre Agentur bietet Kunden einen besonderen Flyer-Service an. Was beinhaltet dieser?

Beim Action-Paket schickt uns der Kunde sein Logo und Kontaktdaten, und wir designen zehn so genannte Masterflyer in Hoch- und Querformaten für die Themen Einkauf, Verkauf, OpenHouse und Bieterverfahren. Damit kann der Makler nun auch online seine Flyer erstellen (Bilder hochladen, Text eingeben) und in den Druck schicken. Der Fixpreis gibt dem Kunden zudem Kalkulationssicherheit. (ag)

Franck Winnig ist der Kopf der Kreativschmiede Das Weiße Büro.