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| 11.12.1997

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Aus IZ26/1997, S. 12

Von hl

In diesem Artikel:

Hypothekenbanken und Versicherer lockern Zinsschraube Längerfristige Darlehen werden günstiger / Keine Zinsänderungen bis zum Jahresende

Wiesbaden (hl) - Die Hypothekenbanken und Versicherungen haben in den vergangenen 14 Tagen wieder die Zinsschraube gelockert. Günstiger wurden die Konditionen für Darlehen mit zehnjähriger Laufzeit, w [...]

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Die Zinsprognose

von

Hans Dietmar Sauer

Vorsitzender des Vorstands

der Landeskreditbank

Baden-Württemberg (L-Bank), Karlsruhe

Die deutsche Wirtschaft hat 1997 wieder Tritt gefaßt. Der Wachstumsimpuls wird nun von den Exporten auf die Binnennachfrage überspringen. Eine weiter steigende Kapazitätsauslastung macht zunehmend Investitionen notwendig, welche zur Entspannung am Arbeitsmarkt beitragen werden. Dies wiederum wird die Konsumneigung stärken und den privaten Verbrauch anregen. Für 1998 erwarten wir insgesamt ein reales Wachstum von drei Prozent.

Die weltweit anziehende Konjunktur schlägt sich inzwischen in steigenden Teuerungsraten nieder. Die seit 1995 anhaltende Phase sinkender Inflationsraten dürfte somit vorüber sein. Der Geldmengenentwicklung wird derzeit im Hinblick auf die Zinspolitik der Bundesbank wenig Beachtung geschenkt. Mehr Aufmerksamkeit erhält hingegen das Thema der Europäischen Währungsunion (EWU). Eine Verschiebung des Beginns der Währungsunion halten wir für unwahrscheinlich. Dazu sind die Vorbereitungen zu weit gediehen.

Bis zur Euro-Wechselkursfixierung im nächsten Jahr dürfte es zu einer Leitzinskonvergenz kommen, bei der die deutschen Leitzinsen voraussichtlich noch etwas erhöht werden. Kommt es im Mai 1998 zu Irritationen über den Teilnehmerkreis, die Wechselkursfixierung oder den Startzeitpunkt der EWU, sind Währungsturbulenzen bis zu deren Beginn und somit weitere Zinserhöhungen nicht auszuschließen. Zum Jahreswechsel rechnen wir mit keinen wesentlichen Zinsänderungen im Mittel- und Langfristbereich.

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