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| 03.01.1997

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Aus IZ01-02/1997, S. 25

Von mu

In diesem Artikel:

Ist der Zinssenkungstrend gebrochen? Zahlreiche Hypothekenbanken verteuern wieder ihre Baugeldkonditionen

Wiesbaden (mu) - Die Zinsen der deutschen Hypothekenbanken entwickelten sich in den vergangenen Wochenuneinheitlich. Während ein Teil der Institute den Trend zum billigen Baugeld fortsetzte, verteuert [...]

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Die Zinsprognose

von Dr. Dirk Hoffmann,

Mitglied des Vorstandes

der Berlin-Hannoverschen Hypothekenbank AG (Berlin Hyp)

Wer derzeit eine Immobilie finanzieren will, kann sich freuen: Die Hypothekenzinsen sind so niedrig wie schon lange nicht mehr und auf oder nahe den historischen Tiefstständen. ZehnJahres-Darlehen beispielsweise kosten bei den meisten Instituten effektiv unter 7% und liegen damit weit unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte.

Die Frage, die be-sonders Bauherren und Investoren bewegt, ist nun: Wie entwickeln sich die Hypothekenzinsen weiter? Entscheidend dafür ist, zu welchen Konditionen sich die Realkreditinstitute am Rentenmarkt refinanzieren können.

Die Rahmenbedingungen erscheinen so schlecht nicht. Zwar gehen Wirtschaftsexperten für 1997 allgemein davon aus, daß sich der Konjunkturhimmel aufhellen wird, dies aber bei gleichzeitig erwarteter Preisstabilität. Unsicherheiten gibt es hierzulande freilich, was die Wäh-rungsumstellung auf den Euro angeht. Doch insbesondere die vergangenen Mo-nate haben gezeigt, daß es unter dem Druck des Maastrichter Vertrages in allen Ländern Europas zu einer weitgehenden Angleichung der Zinsen gekommen ist, für viele überraschend auf niedrigem Niveau.

Eine grundsätzliche Trendwende ist dabei nicht zu erwarten. Bis ins erste Quartal 1997 hinein dürften die Hypothekenzinsen in etwa auf dem gegenwärtigen Stand bleiben, wobei geringfügige Schwankungen nach oben wie nach unten möglich sind. Erst danach ist wieder mit einem, dann aber wohl nur moderaten Zinsanstieg zu rechnen.