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| 14.11.1996

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Aus IZ24/1996, S. 12

Von mu

In diesem Artikel:

Furioser Abwärtstrend der Hypothekenzinsen vorerst gestoppt Baugeldinstitute halten sich bei ihrer Zinspolitik zurück / Leichter Zinsanstieg

Wiesbaden (mu) - Die furiose Abwärtsentwicklung der Hypothekenzinsen ist erstmals seit 8 Wochen zum Stillstand gekommen. So haben in den vergangenen vierzehn Tagen nur sehr wenige Institute Änderungen [...]

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Der deutsche Rentenmarkt zeigt sich im letzten Quartal des laufenden Jahres bisher in stabiler Verfassung. Die Umlaufrendite öffentlicher Anleihen bewegt sich seit Anfang Oktober in einer engen Spanne zwischen 5,3 und 5,4% und liegt damit auf einem historisch vergleichsweise niedrigen Niveau.

Die Wahrscheinlichkeit steigender Zinsen kann derzeit eher als gering eingestuft werden. Der in Deutschland beginnende Konjunkturaufschwung läßt bisher keine Inflationsgefahren erkennen, die Geldmenge entwickelt sich in die gewünschte Richtung und die Deutsche Mark ist angemessen stark, so daß auf absehbare Zeit mit keiner Kurswende in der Geldpolitik zu rechnen ist. Die Teuerungsrate hat sich kontinuierlich zurückgebildet und lag im September bei 1,4%, dem niedrigsten Stand seit Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.

Auch vom amerikanischen Rentenmarkt sind vorerst keine negativen Vorgaben zu erwarten, nachdem erste Anzeichen für eine Abschwächung der Wirtschaftsentwicklung in den USA erkennbar sind.

Die Bestätigung der bestehenden Machtbalance bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen hat positiv auf die internationalen Rentenmärkte ausgestrahlt. Zudem schaffen die Stabilitätsbemühungen einiger EU-Staaten im Vorfeld der Währungsunion ein günstiges Umfeld für ein weiterhin stabiles Zinsniveau in Europa.

Investoren und Eigenheimerwerber sollten die günstigen Zinssätze nutzen, indem sie längerfristige Bindungen vereinbaren.

Die Zinsprognose

von Dr. Thilo Köpfler,

Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Pfandbrief- und Hypothekenbank AG, Wiesbaden