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| 02.11.2006

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Aus IZ23/2006, S. 24

Von IZ

In diesem Artikel:

Mindestens 2,5 Mrd. Euro für die LEG

Jetzt ist der Verkauf der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) NRW, Düsseldorf, beschlossene Sache. Das Kabinett billigte den Vorschlag des von ihm beauftragten Gutachterkonsortiums, die Anteile an de [...]

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zu "Mindestens 2,5 Mrd. Euro für die LEG"

"Nix Genaues weiß man nicht!" So in etwa war die Informationslage bei der LEG vor und während der Expo Real. Und als die Entscheidung des Kabinetts am Abend des zweiten Messetags gefallen war, musste die LEGGeschäftsführung auf ihrem Münchner Messestand über der Presseerklärung aus dem Bauministerium brüten, um aus den dürren Worten aus Düsseldorf das Schicksal des Unternehmens abzulesen.

Dass die Landesentwicklungsgesellschaft verkauft werden soll, war mit der Regierungserklärung nach der Landtagswahl klar. Über das Wann und das Wie hingegen herrschte im Kabinett und beim LEG-Aufsichtsrat offensichtlich lange Uneinigkeit. Dramatisch in dieser ganzen Situation war jedoch, dass die CDU-Regierung offensichtlich nicht in der Lage war, die LEG-Geschäftsführung wenigstens so weit zu informieren, dass diese ihre Tätigkeit mit den Plänen des Landes abstimmen konnte. Also war die Mannschaft um Ulrich Tappe gezwungen, "business as usual" zu machen, so zu tun, als gäbe es keine Verkaufspläne, und Informationen aus der Presse zu beziehen.

Das ist schon ein trauriges Gebaren für eine Landesregierung, die mit ihrer Noch-Tochter LEG die Verantwortung für rund 100.000 Mieter und 1.000 Mitarbeiter hat. Geradezu grotesk und unglaubwürdig werden angesichts dieses Vorgehens jedoch die Schimpfkanonaden, die der oberste Landesherr Rüttgers gerade wegen der Informationspolitik des südkoreanischen Handyherstellers BenQ abliefert. Ein Ministerpräsident, der im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. (thk)