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| 21.09.2006

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Aus IZ20/2006, S. 4

Von IZ

In diesem Artikel:

Die neue Catella wildert bei den Investmentbanken

Der neue Catella-Deutschlandchef Andreas Quint hat sich viel vorgenommen. Er will das Maklerunternehmen in eine Immobilien-Investmentboutique mit angeschlossener Immobiliendienstleistung umbauen.

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3 Fragen an Andreas Quint

Herr Quint, warum verlässt man einen der renommiertesten Beratungs- und Wirtschaftsprüfungskonzerne, um Chef eines Maklerhauses zu werden?

Der Weggang von Ernst & Young ist mir natürlich nicht leicht gefallen. Er ergab sich allein aus der veränderten Geschäftsstruktur. Zur Vermeidung von Interessenkonflikten musste man immer häufiger entscheiden, ob ein Mandat zur Immobilienberatung oder zur Abschlussprüfung akzeptiert werden sollte. Die Folge: Meine Kundenliste schrumpfte. Zum Thema "Maklerhaus" kann ich Folgendes sagen: Ich habe keine Berührungsängste zum Maklerwesen. Die Beseitigung von Leerständen ist derzeit der wichtigste Werttreiber für Immobilien. Im Zuge des Ausbaus des Corporate-Finance-Bereichs wird sich Catella binnen eines Jahres aus der Liga der reinen Maklerunternehmen verabschiedet haben.

Catella profitiert als schwedisches Unternehmen nicht im gleichen Maß von dem Geldregen angelsächsischen Kapitals nach Deutschland wie andere Immobilienberater. Machen Sie es sich damit nicht schwerer als nötig?

Ich habe mich bewusst gegen einen anglo-amerikanischen Arbeitgeber entschieden. Vieles an der angelsächsischen Anlagephilosophie deckt sich nicht mit meinen Ansichten. Ich bin z.B. nicht der Meinung, dass Immobilien quartalsweise ihren Wert ändern, und viele der Ausstiegsszenarien für Deutschland halte ich für zu kurzfristig und optimistisch gewählt. Mir gefiel das Catella-Prinzip, lokale Miteigentümer statt Angestellte einzusetzen, und der langfristige skandinavische Investitionshorizont.

Nachdem Sie Catella neu positioniert haben - welcher Job könnte Sie dann noch reizen?

Nach dem Weggang von E&Y war ich auf der Suche nach einem unbefristeten Engagement. Bei der Entscheidung spielte auch eine Rolle, dass Schweden viel Wert auf die Work-Life-Balance legen. Ich möchte definitiv nicht mehr so lange Arbeitstage haben wie früher. Und ich könnte mir gut vorstellen, mein Berufsleben bei Catella zu beschließen. (mol)

Andreas Quint ist seit Mai 2006 Chef der Catella-Property-Grupppe in Deutschland.