Sie verwenden iz.de als Gastnutzer

| 20.07.2006

Premium Bis zu 6 Premium-Inhalte / Monat im Basis-Paket (Print-Abo), unbegrenzt im Premium-Paket.
Aus IZ16/2006, S. 6

Von IZ

In diesem Artikel:

Schlips trifft auf Jeans

Nach langen internen Diskussionen haben sich die Architekten darauf geeinigt, ihren Berufsstand erstmals auf der Expo Real in München zu vertreten. Getragen wird der Stand von den Länderkammern Bayern [...]

Registrieren Sie sich kostenfrei und lesen Sie den Artikel weiter!


Mit Ihrer Registrierung willigen Sie in unsere AGB ein. Für die Nutzung unserer Services und Produkte gilt zudem unsere Datenschutzerklärung.
3 Fragen Wolfgang Riehle

Was versprechen sich die Architekten von der Expo-Real-Teilnahme?

Wir möchten persönlich Präsenz zeigen an einem Ort, an dem sich alles um Architektur dreht. Meiner Ansicht nach ist unser Berufsstand auf der Expo Real bisher unterrepräsentiert. Vielleicht gelingt es uns, die global gewordene Einheitsarchitektur durch persönliche Kontakte individueller zu gestalten. Wir halten auf der Messe keine Informationsveranstaltung über die Architektenkammern ab, sondern haben eine inhaltliche Botschaft: Architektur ist ein wesentlicher Marketingfaktor.

Welche Rolle werden die Architekten auf der Messe spielen?

Wir müssen das realistisch einschätzen. Wir treten vergleichsweise bescheiden auf, allerdings neben den Ständen von Dubai und Moskau, die ja wahrscheinlich eine hohe Besucherfrequenz haben. Wir starten einen Versuchsballon. Auch wenn nur drei von 16 Länderkammern dabei sind, haben wir die Unterstützung aller Länder über die Bundesarchitektenkammer.

Was meinen Sie mit "globaler Einheitsarchitektur"?

Es fällt auf, dass viele Projektentwickler und Investoren die Chance zu individueller Gestaltung nicht ausreichend wahrnehmen. Nicht von ungefähr wird häufig abwertend von "Investorenarchitektur" gesprochen. Wir Architekten wollen deutlich machen: Nicht nur die funktionale Qualität eines Gebäudes ist wichtig, sondern auch seine Gestaltung und seine Unverwechselbarkeit. Mit individueller Architektur und regionalem Bezug lässt sich für den Investor mehr herausholen. (cvs)

Wolfgang Riehle ist freier Architekt und Stadtplaner und Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg.