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| 26.05.2006

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Aus IZ12/2006, S. 4

Von IZ

In diesem Artikel:

"Die Nachfrage wächst schneller als das Angebot"

Die Logistikbranche in Deutschland blüht. Der jährliche Umsatz liegt bei 170 Mrd. EUR, 2,5 Mio. Personen sind dort beschäftigt - das reicht für Platz drei hinter den Jobmagneten Gesundheitswesen und A [...]

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3 Fragen an Daniel Trachsel

Herr Trachsel, die Nachfrage nach Logistikflächen außerhalb der großen Ballungsräume in Deutschland ist stark gestiegen. Wird Gazeley demnächst also eher Lagerhallen in Butzbach und Osnabrück statt in München und Hamburg bauen?

Wir werden unseren Schwerpunkt weiterhin dort setzen, wo der Logistikmarkt bislang schon konzentriert ist. Das heißt, in den Regionen Rhein-Ruhr, Rhein-Main, München, Berlin und Hamburg. Darüber hinaus konzentrieren wir uns verstärkt auf Standorte außerhalb der Ballungsräume wie Kassel, Leipzig, Nürnberg und Stuttgart. In diesen rechnen wir im laufenden Jahr mit einem spürbar größeren Entwicklungsvolumen.

Es gibt offenbar einen Trend zu immer größer werdenden Logistikimmobilien. Wie groß muss ein Objekt in dieser Sparte sein, wenn es zukunftsfähig sein soll?

Eine Logistikimmobilie mit 25.000 bis 30.000 m2 Nutzfläche wird den meisten Unterneh men auch in Zukunft genügen. Größere Objekte mit mehr als 50.000 m2 werden überwiegend von Großunternehmen nachgefragt, die die Kapazitäten von verschiedenen Standorten an einem Ort zusammenziehen, um Kosten für Transport und Handling zu sparen. Grundsätzlich ist es bei Objekten der Größenordnung 50.000 m2 und mehr wichtig, dass sie in Module von 7.500 bis 10.000 m2 unterteilt werden können, um eine Zweitvermietung gegebenenfalls an mehrere Unternehmen zu ermöglichen.

Logistikimmobilien gelten als Zweckbauten, deren Anblick Ästheten schaudern lässt. Kennen Sie Beispiele, die unter architektonischen Gesichtspunkten etwas hermachen?

Mit Lagerhausarchitektur kann man sicher keinen Pritzker-Preis gewinnen, obwohl etwa zu den frühen Arbeiten des spanischen Architekten Santiago Calatrava sehr attraktive und innovative Gebäude gehörten. Aus Kostengründen hat man heute aber viel weniger Spielraum für gute Industriearchitektur im Logistiksektor. Wir haben zum Beispiel versucht, bei zwei Projekten in Kassel mit einer zum Himmel hin heller werdenden Fassadenverkleidung in Blau, Hellblau bis Weiß zu erreichen, dass sie sich besser in die Umgebung einfügen. So etwas reduziert die visuelle Wahrnehmung der Masse. (bb)

Daniel Trachsel ist seit fünf Jahren Immobilienentwickler beim Logistikimmobilien-Developer Gazeley Germany. Das Unternehmen hat seit 2001 in Deutschland für ein Investitionsvolumen von gut 200 Mio. EUR ein Dutzend Lagerhallen mit einer Nutzfläche von mehr als 250.000 m2 gebaut.