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Schlipsträger wollen nicht auf "die Hanauer"

Bis vor drei, vier Jahren galt die Hanauer Landstraße als einer der kommenden Bürostandorte Frankfurts. Doch anders als erwartet und von vielen Entwicklern erhofft, zeigen die großen Nachfrager (Banke [...]

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GRUNDSTÜCKSENTWICKLUNG

Last Exit Autohaus

Der Büromarkt auf der Hanauer Landstraße mag kränkeln, die Kfz-Händler bauen und bauen.

Rund zwei Dutzend Autohäuser gibt es auf der Hanauer Landstraße. Eine Interessengemeinschaft ließ sich den Begriff "Die Automeile Deutschlands" sogar schützen - und es wird investiert. Die BMW-Niederlassung Frankfurt baut auf dem Grundstück Hausnummer 255 bis Sommer 2008 ein 30 Mio. EUR teures Gebäude für den Verkauf von BMW und Mini. Nutznießer ist der Entwickler Goldbeck aus Bielefeld. BMW braucht dessen Grundstück (Hausnummer 200) für ein Interims-Verkaufsgebäude. Die Ostwestfalen bekommen so Luft, über die weitere Verwendung ihres Areals nachzudenken, das sie 2002 für eine Büro-Entwicklung gekauft hatten.

Auch für Stinnes Immobilien könnte sich der Grundstückshunger der Kfz-Branche als segensreich erweisen. Zurzeit verhandelt das Logistikunternehmen über einen teilweisen Verkauf seines 4,2 ha großen Areals (Hausnummer 150) an Audi. "Die wollen dort ein Pilotprojekt für die weltweite Darstellung der Marke bauen", sagt Stinnes-Mann Mathias Leitgeb. Leider lägen die Preisvorstellungen von Stinnes und Audi noch weit auseinander. Für das so genannte Raab-Karcher-Gelände hatte Stinnes bzw. der von Stinnes beauftragte Entwickler Stiller Immobilien eigentlich Büros, Läden und Hotels mit einem Volumen von 124.000 m2 BGF vorgesehen.

Um den hohen Grundstückspreis zu refinanzieren, plant Audi über dem Autotrakt eine viergeschossige Büroetage. Gleiches hat Honda vorgemacht. Das neue Honda-Haus (Hanauer Landstraße 222) verfügt über 4.610 m2 Verkaufs- und 4.700 m2 Bürofläche. Die Vermietung gestaltet sich laut Honda-Mitarbeiter Jürgen Pawlik schwieriger als erwartet. Nur dank der Hereinnahme der Honda-Bank liegt der Vermietungsstand bei 60%. "Vor fünf Jahren haben uns Experten gesagt, wir könnten mit 18 EUR bis 19 EUR Miete rechnen. Jetzt bieten wir für 11 EUR/m2 an", so Pawlik. (cvs)

TIPP

Investoren im Frankfurter Osten haben sich in der Initiative Eastside zusammengetan. Ein deutschenglisches Standort-Porträt erscheint demnächst in einer überarbeiteten zweiten Auflage. Bestellungen bei Ralph Haerth & Cie./Berendson & Partner, Ralph Haerth (Telefon 069-43 65 102), Carl-Benz-Straße 35, 60386 Frankfurt. Bitte einen mit 1,44 EUR frankierten Rückumschlag beilegen.