Sie verwenden iz.de als Gastnutzer

| 20.10.2005

Premium Bis zu 6 Premium-Inhalte / Monat im Basis-Paket (Print-Abo), unbegrenzt im Premium-Paket.
Aus IZ22/2005, S. 18

Von IZ

In diesem Artikel:

"Nach wie vor ein Tabu"

Mitarbeiter, die zu viel trinken, Drogen oder Medikamente nehmen, erfordern ein Handeln seitens des Vorgesetzten. Gabriele Brandl, Autorin und Fachfrau zum Thema Sucht am Arbeitsplatz, sagt warum.

Registrieren Sie sich kostenfrei und lesen Sie den Artikel weiter!


Mit Ihrer Registrierung willigen Sie in unsere AGB ein. Für die Nutzung unserer Services und Produkte gilt zudem unsere Datenschutzerklärung.
Tipps für das Gespräch mit dem Mitarbeiter:

Eine gute Gesprächsvorbereitung hilft

Zwar lassen sich die Probleme mit einem einzigen Gespräch sicher nicht lösen, aber ein Anfang ist damit gemacht. Zum konsequenten Handeln gehört auch, dass allen Beteiligten die weiteren Schritte und Konsequenzen bekannt sind. Betriebsvereinbarungen und interne Leitlinien können hierbei hilfreich sein.

1. Wählen Sie ein realistisches Ziel, z.B.

· den Mitarbeiter mit arbeitsvertraglichen Pflichtverletzungen und dem Verdacht konfrontieren,

· die Schwierigkeiten klar benennen,

· Hilfe anbieten und auf Konsequenzen hinweisen,

· deutlich machen, dass es so nicht weitergeht.

2. Sammeln Sie konkrete Pflichtverletzungen aus den letzten Wochen, z.B.

· Fehlzeiten,

· unentschuldigtes Fernbleiben,

· Störung des Betriebsfriedens,

· nachlassende Leistung.

3. Überlegen Sie arbeitsrechtliche und disziplinarische Konsequenzen mit der Personalabteilung und -vertretung, z.B.

· Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom ersten Tage an,

· Herausnahme aus der Gleitzeit,

· Urlaubsmeldungen nur noch vorher und schriftlich,

· verstärkte Überprüfung der Ergebnisse.

4. Machen Sie sich sachkundig über bestehende Hilfemöglichkeiten, z.B.

· interne Suchtarbeitsgruppen, soziale Dienste, Betriebsärzte, Suchthelfer,

· externe Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen.

5. Planen Sie die nächsten Schritte, z.B.

· ein weiteres Gespräch unter Einbeziehung des nächsthöheren Vorgesetzten, Betriebs-/ Personalrates, des Suchtberaters usw.,

· Terminvereinbarung.

6. Fertigen Sie einen schriftlichen Vermerk oder eine Notiz über das Gespräch an, z.B. über

· die beanstandeten Verhaltensweisen, Pflichtverletzungen, Vereinbarungen,

· Ort, Zeit, Datum des Gesprächs.

(c) Immobilien Zeitung, Quelle:Ziegler/Brandl