Sie verwenden iz.de als Gastnutzer

| 14.07.2005

Premium Bis zu 6 Premium-Inhalte / Monat im Basis-Paket (Print-Abo), unbegrenzt im Premium-Paket.
Aus IZ15/2005, S. 8

Von IZ

In diesem Artikel:

Immer mehr Städte widerstehen der Versuchung

Können Shoppingcenter mehr Kaufkraft in die Innenstädte bringen? Ein klares Ja auf diese Frage kommt immer wieder von den Entwicklern solcher Center und den von ihnen in Auftrag gegebenen Gutachtern. [...]

Registrieren Sie sich kostenfrei und lesen Sie den Artikel weiter!


Mit Ihrer Registrierung willigen Sie in unsere AGB ein. Für die Nutzung unserer Services und Produkte gilt zudem unsere Datenschutzerklärung.
MEINUNG

zu "Shoppingcenter-Planungen"

"Wir haben schon zahlreiche Center gebaut, die meisten Oberbürgermeister noch kein einziges." Mit dieser Arroganz erklärte der Geschäftsführer eines Center-Entwicklers noch vor einigen Jahren das Vorgehen seines Unternehmens, wenn es darum ging, ein Projekt durchzudrücken. Und die Blüten, die die Shoppingcenterplanung hier zu Lande in der Vergangenheit getrieben hat, zeugen davon, wie gering das Wissen in den Rathäusern bislang gewesen ist. Vor allem durch Trickserei wurde die Handelsfläche meist größer errichtet, als sie eigentlich genehmigt war, sei es, weil der nicht gesetzlich definierte Begriff Verkaufsfläche sehr frei interpretiert wurde, oder weil man beispielsweise Universitätsbuchhandlungen und andere Nutzer gar nicht als Handels-, sondern als Dienstleistungsfläche ausgewiesen hat.

Wer zu den Verlierern der offensichtlich neu entstandenen Professionalität in den Rathäusern gehört, ist aber dennoch nicht eindeutig festzumachen. Denn zum einen bedeutet diese Professionalität nichts anderes, als dass geltendes Recht jetzt auch Anwendung findet. Zum anderen scheint vor allem die Hamburger ECE aus den beiden negativ beschiedenen Entwicklungen in Frankfurt und Duisburg mit einem blauen Auge davonzukommen.

Die Frage bei den Expansionsleitern der großen Filialisten, ob sie glauben, es fänden sich 250 Händler zur Unterzeichnung eines Zehnjahres-Vertrags in Duisburg, sorgte stets für Kopfschütteln. Insofern sind die Hamburger vermutlich nicht traurig darüber, sich nun auf die Vermarktung der 70.000 m2 im nahe liegenden Essen konzentrieren zu können, wo man die Riesen-Mall "Limbecker Platz" plant.

Und auch in Frankfurt ist die ECE fein raus. Sie verhandelt zum einen gerade mit dem Entwickler des Projekts "Zeil Hoch Vier" um das Centermanagement der 47.000 m2 Handelsfläche in der Ia-Lage, zum anderen will sie den Frankfurter Hauptbahnhof à la Leipzig zum Center umgestalten - ein Vorhaben, das allemal attraktiver ist, als ein Urban Entertainment Center auf der Brachfläche hinter der Messe zu bauen. (thk)