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| 04.06.2004

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Aus IZ12/2004, S. 3

Von IZ

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Expo 2000 GmbH, Deka Immobilien, DekaBank, CEI, Deka Immobilien Invest
  • Organisationen:
    Bundestag, Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), Europäische Union, CDU/CSU, CEI, CDU, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Personen:
    Jürgen Schick, Mathias Müller, Willi Alda, Sven Johns, Wolfgang Börnsen, Karsten Trompetter

Es kann nur einen geben - aber wen?

Die Fraktion der CDU/CSU im Bundestag hat unter der Führung des Abgeordneten Wolfgang Börnsen eine Große Anfrage zur Zukunft der Immobilienwirtschaft eingebracht. Den Anstoß für die Initative im Plenu [...]

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KOMMENTAR

zu "Es kann nur einen geben ..."

Ab jetzt kann keiner mehr sagen, er hätte nicht gewusst, wie man Lobbying richtig betreibt. Die Maklerverbände, Vertreter eines Berufsstandes mit chronischem Imagedefizit, machen ihr Anliegen zu einer Frage des Verbraucherschutzes und damit zu einem Wählerthema. Was auch immer aus der Großen Anfrage wird, sie war in punkto Lobbyarbeit ein Schritt in die richtige Richtung. Solche Aktionen gelingen aber nur, wenn ein Verband sich einiges leistet: Kompetente Funktionäre, ein Büro in Berlin und die Disziplin, die Masse der eigenen Mitglieder durch gemeinsame Ziele zusammenzuhalten.

Gut gemeinte Initiativen, bei denen sich ein großenteils immer wieder gleicher Kreis von Topmanagern mit dem hehren Ziel zusammensetzt, die gesamte Immobilienwirtschaft vertreten zu wollen, ohne dass vorher ein Team von "Hauptamtlichen" programmatische Kärrnerarbeit geleistet hätte, können das nicht. Zumal die Mitgliedsliste sowohl der Bündelungsinitiative als auch des iddiw ein zwar prominentes, aber für die gesamte Branche keineswegs repräsentatives Bild abgibt. Die Dominanz der international aktiven Investmentfirmen und der mit ihr verbundenen Beraterzunft ist sicherlich nicht mit der Absicht herbeigeführt worden, andere Gruppen auszuschließen. Und doch dürfte sie es erheblich erschweren, Politikern die eigenen Anliegen als öffentlichkeitswirksames Thema zu empfehlen. Zudem kann bezweifelt werden, dass bei gepflegten Kaminabenden in Berlin Themen wie die HOAI, Nebenkosten oder der Soziale Wohnungsbau ganz oben auf der Agenda stehen. Doch die sind nun mal immobilien-verbandspolitisches Tagwerk. Ein "Dachverband" mit einer Mission jenseits dieses Tagwerks müsste erst einmal herausfinden, welches konkrete gemeinsame Ziel über den vielen, vielen Einzelinteressen der Branche stehen könnte. Formuliert hat das bislang noch keiner. (mol)