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| 02.11.1995

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Aus IZ24/1995, S. 6

Von mol

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Traumhaus
  • Organisationen:
    Informationszentrum Beton
  • Personen:
    Klaus Töpfer, Michael Weißenborn

Der Preis muß das Angebot bestimmen ... ... nicht umgekehrt: Expertengespräch "Billiger Bauen"

Bonn (IZB) mol - "Mehr Wettbewerb!" - unter dieser Devise eröffnete Bundesbauminister Klaus Töpfer eine Vortragsreihe des "Forums Zukunft Bauen" zum Thema "Kostengünstiger Wohnungsbau". Töpfer fordert [...]

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"Auf einen Keller wird nicht verzichtet!"

Das Informationszentrum Beton hat begleitend zur Expertenrunde "Kostengünstiger Wohnungsbau" eine repräsentative Mieterbefragung durchführen lassen. In acht deutschen Groß- und Mittelstädten wurden Mieter über ihre Bedürfnisse und zukünftigen Wohnwünsche befragt. Demnach beabsichtigen hochgerechnet 3,9 Millionen Mieterhaushalte in Deutschland, in den nächsten fünf Jahren Wohneigentum zu erwerben oder selbst zu bauen; 23% der Befragten sind unter 30 Jahren.

Auf die Frage "Warum wurde von Ihnen bisher kein Wohneigentum erworben?" antworteten 60% mit "Mangel an Eigenkapital", 30% mit "zu hohe finanzielle Belastung". Interessanterweise fand das Argument "zu geringe steuerliche Anreize" so gut wie keine Zustimmung (2%). 8% hingegen beklagten fehlende kostengünstige Angebote, das sind hochgerechnet 1,7 Millionen Eigentumsinteressenten.

Sämtlichen Mietern wurde weiterhin die Frage gestellt, ob sie als Bauherrn und spätere Nutzer bereit wären, gewisse Einschränkungen ihrer eigenen Ansprüche hinzunehmen, wenn sie dadurch zu kostengünstigeren Wohnungen kämen. 62% der Befragten erklärten sich bereit, Einschränkungen ihrer eigenen Ansprüche hinzunehmen, wenn sie dadurch Kosten von 150.000DM einsparen könnten. Umgekehrt war die "Geld spielt-keine-Rolle"-Mentalität nur bei 34% der Befragten festzustellen.

Dieser generellen Verzichtbereitschaft stehen jedoch nach wie vor standardisierte Wohnwünsche entgegen. So halten 63% an ihrem Wunsch nach einem Keller fest (obwohl sie über die Mehrkosten von 30.000DM informiert wurden); einen ebenerdigen Kellerersatzraum akzeptieren nur 37%.

Einsparen möchten 71% der Befragten am liebsten durch Eigenleistung (20.000DM) und die Zusammenlegung von Bad und WC (66%). Eine knappe Mehrheit würde auf eine Garage, kostspielige Bodenbeläge, großflächige Befliesung von Bad und Küche und ein großes Grundstück verzichten.

Auf einen Garten verzichten oder eine kleinere Wohnfläche akzeptieren möchten im Durchschnitt noch 30%. Noch magerer sieht es schließlich beim Thema "Installation auf Putz" und Verzicht auf Terrasse oder Balkon (7.000DM) aus: Nur noch jeder fünfte würde diesen Kompromiß eingehen. Im Bereich Schall- und Feuerschutz (20.000DM) liegt die Einsparbereitschaft bei 12 bzw. 14%.