Sie verwenden iz.de als Gastnutzer

| 02.10.2003

Premium Bis zu 6 Premium-Inhalte / Monat im Basis-Paket (Print-Abo), unbegrenzt im Premium-Paket.
Aus IZ20/2003, S. 45

Von IZ

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Expo 2000 GmbH
  • Organisationen:
    Europäische Union, Land Nordrhein-Westfalen, Mipim
  • Personen:
    Michael Vesper

Die Vision der Gesundheit

Wohl kaum eine Entwicklung im Ruhrgebiet ist so umstritten wie die der Neuen Mitte Oberhausen. Zum Mega-Shoppingcenter Centro, der Großveranstaltungshalle Arena, dem Büropark, dem im Bau befindlichen [...]

Registrieren Sie sich kostenfrei und lesen Sie den Artikel weiter!


Mit Ihrer Registrierung willigen Sie in unsere AGB ein. Für die Nutzung unserer Services und Produkte gilt zudem unsere Datenschutzerklärung.
Kommentar

zu "Fokus Rhein-Ruhr"

Während allerorten auf dem Immobilienmarkt eine eher trübe Stimmung herrscht, wird in Nordrhein-Westfalen geplant, als gebe es weder Flaute noch Rezession. Allerdings sind es vor allem Retail-Objekte, deren Realisierung ansteht.

Eine der großen Ausnahmen ist das Oberhausener Mega-Vorhaben O.Vision. Der 60 ha große Zukunftspark soll Teil der Neuen Mitte werden, an der seit 1993 geplant, verworfen und dann doch gebaut wird.

Bemerkenswert ist in NRW jedoch auch die Beharrlichkeit, mit der Einzelhandelsvorhaben vorangetrieben werden, sei es das viel beachtete Centro in Oberhausen oder aber seien es die anstehenden Projekte in Köln, Düsseldorf, Essen, Duisburg oder Dortmund. Fast scheint es, als sei das Vertrauen der Entwickler und Betreiber in die Kaufkraft der Bewohner von Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland schier grenzenlos.

Dennoch geben einige Wirtschaftsförderer hinter vorgehaltener Hand zu, dass ihr lokales Shoppingcenter-Projekt weniger auf Grund der Bedürfnisse des eigenen Standorts geplant sei als gegen das Vorhaben der Nachbargemeinden. Diese Mentalität prägt sicher auch den Immobilienstandort NRW. Nirgends in Europa gibt es eine Agglomeration vergleichbar großer Städte auf so engem Raum. Die viel beschworenen Gemeinsamkeiten, die auch in dem Auftritt als "Metropolregion Rhein-Ruhr" auf der Expo Real demonstriert werden, scheinen in den meisten Köpfen der Verantwortlichen längst noch nicht angekommen zu sein. Zu schwierig ist die Interessenlage der einzelnen Standorte, zu gering die Bereitschaft, anderen auch einmal den Vortritt zu lassen. Selbst der nordrhein-westfälische Bauminister Dr. Michael Vesper kann da nur schulterzuckend darauf verweisen, dass die anstehende Shoppingcenter-Schwemme schon irgendwie durch den Markt geregelt werde (siehe Seite 46).

Was NRW ausmacht sind aber auch die ungeheure Menge von Visionen, Projekten und das Potenzial der gigantischen Brachflächen, die durch das Ende des schwerindustriell geprägten Zeitalters entstanden sind. Hinzu kommt noch der große EU-Fördertopf, aus dem sich ein Vorhaben wie die Zeche Zollverein in Essen finanzieren lässt. Doch dieses Füllhorn wird Ende 2005 versiegen. Spätestens dann müssen sich die Player auf dem Markt der Vision der reinen Lehre der Marktwirtschaft stellen. (thk)

In Netzwerken weiterempfehlen