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| 04.09.2003

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Aus IZ18/2003, S. 16

Von IZ

In diesem Artikel:

Alternative zum "blauen Riesen" gefunden

Ende November 2002 fiel die Entscheidung: Der Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft "Humboldt Universität" e.G. in Berlin beschloss, die Datenverwaltung auf das Programm ix-Haus umzustellen. Thorsten [...]

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Die WBG "Humboldt Universität"

Obwohl die ostdeutsche Genossenschaft auf fast 50 Jahre eigener Geschichte zurück blicken kann, musste sie doch zusätzlich zur Wiedervereinigung einen ganz großen Schnitt überleben. Denn 1984 beschloss der Magistrat der Hauptstadt der DDR im Rahmen der territorialen Rationalisierung, die in der Stadt verteilten Wohnungsbaugenossenschaften neu zu ordnen. Die historisch gewachsenen Strukturen, ein Objekt hier, ein anderes dort, entsprachen nicht der Organisationsidee der Behörden. Eine Wohnungsbaugenossenschaft pro klar umgrenztem Gebiet sollte entstehen. So wurde getauscht und verschoben. Die WBG "Humboldt Universität" traf es dabei besonders hart: Sie musste ihren gesamten Wohnungsbestand, aus Berlin-Mitte, Weißensee und Pankow, an andere abgeben und verlor somit auch ihre gesamten Mitglieder, denn die durften ja in den Wohnungen bleiben.

Die WBG wurde in das damals neu entstandene Quartier im Nordosten verlegt, dort erhielt sie die Verwaltung über ein komplettes Neubaugebiet mit insgesamt 123 Plattenbauten oder 3.500 Wohneinheiten. Wer in dieses Stadtrandgebiet einziehen wollte, musste sich um eine Mitgliedschaft bei der Genossenschaft bewerben und erhielt dann, nach Maßgabe der verfügbaren Wohnungen, eine Einheit zugeteilt. Durch diesen Schnitt verlor der Wohnungsbauer alle Alt-Genossen, so auch die Gründungsmitglieder, allesamt Angestellte und Lehrende der Humboldt Universität, von der sie ihren Namen hatte. Heute verbindet die Wohnungsbaugenossenschaft nur mehr der Name mit der altehrwürdigen Hochschule.

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