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| 05.06.2003

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Aus IZ12/2003, S. 8

Von IZ

In diesem Artikel:

"Erkannt, dass ich kämpfen musste"

Es gibt nicht viele von ihnen, aber es gibt sie, die Chefinnen in der "Männerdomäne" Immobilienwirtschaft. Die IZ hat sie gefragt, wie sie ihren Weg gemacht haben. Die Antwort: Sie alle gingen dorthin [...]

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Der Expertinnen-Tipp:

Karriereplanung für Frauen

· Angesichts der dynamischen Entwicklung in der Immobilienwirtschaft besteht ein wachsender Bedarf an qualifizierten Führungskräften, der die Chancen für Frauen weiter erhöhen wird. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass sie sich bewusst mit ihrer Karriereplanung auseinander setzen und eine Leitungsposition explizit anstreben. Unserer Erfahrung nach neigen Männer eher zu einer gezielten hierarchiebezogenen Laufbahnentwicklung, während Frauen stärker Arbeitsinhalte fokussieren.

· Um als Führungskraft Akzeptanz zu finden, sollten Frauen nicht ihre männlichen Kollegen und Vorgesetzten imitieren. Vielmehr ist es wichtig, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und ein individuelles Profil zu entwickeln, um glaubwürdig und authentisch aufzutreten. Vor allem mit ihren ausgeprägten sozialen und emotionalen Fähigkeiten können Frauen Teams auf kollegialer Ebene bereichern bzw. in einer Leitungsfunktion führen und motivieren. Ferner ist es in der Regel für einen Aufstieg notwendig, die eigenen Leistungen und Erfolge intern im Unternehmen den entscheidenden Personen zu zeigen. Dabei geht es nicht um ein "Schaulaufen", sondern um eine angemessene selbstbewusste Darstellung.

· Da in der Immobilienwirtschaft viele Informationen und Geschäfte über persönliche Kontakte vermittelt werden, müssen Frauen sich stärker in der Branche vernetzen und öffentlich präsent sein. Das oberste Ziel sehen wir hier langfristig in einem integrierten Netzwerk, wobei eine Abgrenzung zwischen Frauen- und Männerdomänen vermieden werden sollte.

· Der Familienplanung kommt eine besondere Bedeutung zu. Kinder sind keine Karrierekiller, wenn sich eine Frau für eine Führungsposition entscheidet. Dennoch muss sie ihre Erziehungsaufgabe hinsichtlich der zeitlichen und organisatorischen Realisierung in jedem Fall neu definieren. Beide Partner sollten sich frühzeitig über die eigenen Zielvorstellungen und Erwartungen austauschen und gemeinsam das künftige Familienleben planen.

Ines Dynowski, ifp Institut für Personal- und Unternehmensberatung Will und Partner, Köln. www.ifp-online.de

Tipp

Der Verein "Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V." bietet Möglichkeiten zum Gedankenaustausch und Networking bei Veranstaltungen, Vorträgen und Stammtischen in den Städten Frankfurt am Main, München, Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart. www.immo-frauen.de