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| 21.11.2002

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Aus IZ24/2002, S. 17

Von IZ

In diesem Artikel:

"Uns sind die Probleme des Sevens bekannt"

Schon die Eröffnungsfeier hatte etwas Symbolisches: Es gab keine pompöse Zeremonie, stattdessen sorgte eine anonyme Bombendrohung für Chaos. Das Sevens auf der Düsseldorfer Königsallee dürfte eine der [...]

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KOMMENTAR

zu: "Uns sind die Probleme des Sevens bekannt"

"Ich hätte das Sevens nie gebaut", so die klare Aussage von Kö'-Urgestein Walter Brune bei einem IZ-Talk auf der letztjährigen Expo Real. Und in der Tat: Die Entwicklung, die das Center seit der Präsentation der Pläne im Jahr 1997 genommen hat, hat etwas Deprimierendes. Auf den ersten Blick scheint das Objekt vom Pech verfolgt, wenn man sich jedoch genauer mit dem Konsumtempel befasst, wird klar, dass die Genese der Mall absehbar war.

Vieles am Sevens wurde falsch gemacht. Das beginnt schon bei den Plänen, die es so in NRW noch nie gegeben hatte. Und zwar aus gutem Grund: Vertikale Malls funktionieren hier zu Lande nicht - das steht in der Projektentwicklungsfibel spätestens seit der Zeilgalerie.

Die Kunden, so lautet eine Plattitude aus dem Retailbereich, stimmen mit den Füßen ab. Sie scheren sich einen feuchten Kehricht um die Ambitionen von Investoren und Entwicklern, die es der Immobilienwirtschaft einmal so richtig zeigen wollen.

Sicher sind die Architektur, das Konzept und auch die Ausführung des Sevens beeindruckend. Doch gelingt es dem Objekt nicht, aus Besuchern Kunden zu machen. Die Menschen schauen sich das Sevens an, diskutieren über die Architektur - und gehen wieder. Noch nicht einmal einen Kaffee wollen sie dort trinken. Sonst wären die Umsätze der Gastronomen wohl besser. Ob sich mit einem engagierten Centermanagement das Ruder hätte herumreißen lassen, bleibt ungeklärt. Sicher ist jedoch, dass viel zu wenig getan wurde, um das Sevens attraktiver zu machen.

Ein Düsseldorfer Investmentmakler drückte es im Gespräch so aus: "Es ist wirklich eine Kunst, an einer solch prominenten Stelle so viel falsch zu machen." (thk)