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| 07.11.2002

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Aus IZ23/2002, S. 10

Von Elisabeth Kammermeier, Karin Weikamp, IZ

In diesem Artikel:

Gruppendynamik ist mit entscheidend für den Erfolg

Die Vielzahl der Projektbeteiligten mit ihren unterschiedlichen Interessenschwerpunkten ist eines der Hauptprobleme in der Projektentwicklung. Konflikte sind der Normalfall, nicht die Ausnahme. Dennoc [...]

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Die Autoren: Karin Weikamp und Elisabeth Kammermeier sind geschäftsführende Gesellschafterinnen der Activ Consult Real Estate GmbH, Frankfurt am Main. Die Unternehmensberatung für die Immobilienwirtschaft ist aktiv in den Geschäftsfeldern Prozessmanagement, Marketing und Wirtschaftlichkeit. Bereits seit 20 Jahren beschäftigt sich Roland Strunk mit Stadtplanung. Als geschäftsführender Gesellschafter der Mahler + Strunk Consult GmbH, Frankfurt, widmet er sich u.a. den Schwerpunktbereichen Projektentwicklung, strategische Stadtplanung, Moderation und Durchführung von Verfahren. Dr. Elmar Schütz leitet die Abteilung Stadtplanung der Vivico Real Estate GmbH, Frankfurt. Die 2001 gegründete Abteilung soll für eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität der Vivico-Projekte sorgen. Sie haben Fragen zum Thema? Dann mailen Sie an info@activconsult.com.

Prozessoptimierung in der Projektentwicklung

Inhaltsübersicht

1. Prozessmanagement führt zur Optimierung in der Projektentwicklung - Einführung

2. Der Workshop als zielführendes Instrument der Projektentwicklung

3. Gutachterverfahren/Mehrfachbeauftragung

4. Investorenauswahlverfahren

5. Aktionsplanung

6. Beteiligungen (insb. Bürger-)

7. Städtebauliche und architektonische Wettbewerbe

8. Ausblick

Glossar

Workshop

Ein Workshop dient der Ideenfindung, der Erarbeitung städtebaulicher Fragestellungen, der politischen Willensbildung, dem Herausarbeiten von Problemfeldern und der Klärung von damit zusammenhängenden Aufgabenstellungen. Normale Workshops sind ein "runder Tisch" zwischen Initiator(en) und Teilnehmern, die nicht in Konkurrenz zueinander stehen, keinen Preis und Auftrag erwarten, sondern ihre Kenntnisse einbringen zur Aufgabenklärung und Ideenfindung.

Allgemeines Städtebaurecht

Als förmliche Instrumente der Bauleitplanung sieht das allgemeine Städtebaurecht den

a) Flächennutzungsplan (vorbereitenden Bauleitplan gem. §§ 5-7 Baugesetzbuch) und den

b) Bebauungsplan (verbindlichen Bauleitplan § 8 ff. BauGB) vor.

Der Flächennutzungsplan (FNP) gibt hierbei gleichsam eine "Gesamtschau" der räumlichen Planung in Form von Flächenverteilungen, Bedarfsansprüchen und Verflechtungen unterschiedlicher Nutzungen der Gemeinde wieder. Darüber hinaus dient dieser Plan der Sicherung von baufreien Flächen z.B. für Landwirtschaft, Waldflächen und Naherholung. Er hat im Gegensatz zum Bebauungsplan keine verbindliche Wirkung für Bauherren und Grundstückseigentümer.

Der Bebauungsplan ist i.d.R. das Instrument, welches die rechtsverbindliche Umsetzung des städtebaulichen Entwurfes auf der Grundlage des Flächennutzungsplanes vollzieht. Er ist Grundlage für baurechtliche Bescheide und ihre Zurückweisungen, für Baugenehmigungen, Ausnahmen und Befreiungen. Er dient auch als Grundlage für die Umlegung und für Erschließungsmaßnahmen.

Im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung regelt das BauGB als Besonderheit mit den §§ 11-13 die Zusammenarbeit mit Privaten und regelt vereinfachte Verfahren. Der in § 12 vorgesehene so genannte vorhabenbezogene Bebauungsplan kommt als formelles Planungsinstrument insbesondere dann zur Anwendung, wenn

· ein oder mehrere konkrete Bauvorhaben anstehen und auf Grund des bestehenden Planungsrechts nicht zulässig wären,

· ein förmlicher Antrag bei der Gemeinde gestellt wird,

· ein Vorhaben- und Erschließungsplan vorgelegt wird, der Bestandteil des Bebauungsplanes wird,

· ein Durchführungsvertrag mit u.a. Bau- und Erschließungspflichten abgeschlossen wird.

Planungshoheit

Pflichtselbstverwaltungsaufgabe, die sich u.a. aus Art. 28 Grundgesetz ergibt, in dem das Recht und die Pflicht (Verpflichtung beim Vorliegen städtebaulicher Missstände) der Gemeinde zur Ausübung ihrer Planungshoheit begründet sind. Diese hoheitliche Aufgabe ist nicht übertragbar etwa auf Private.

Moderation

Moderation bedeutet hier die Tätigkeit eines Moderators, der mit Hilfe bestimmer Techniken den Arbeitsprozess einer Gruppe strukturiert und begleitet, ohne inhaltlich einzugreifen. Was sich bisher an Fähigkeiten für diese Aufgabe im vereinfachten Verfahren "learning by doing" aneignen ließ, genügt den Ansprüchen der Akteure in Entscheidungsprozessen schon lange nicht mehr. Hier sind fundierte Methodenkompetenz, ausgeprägte Rollenkompetenz und die Fähigkeit zu effizienter Kommunikation gefragt.

(c) Immobilien Zeitung; Quelle: ACRE