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| 07.11.2002

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Aus IZ23/2002, S. 3

Von IZ

In diesem Artikel:

Erster Zeugnistag bei Moody's

Die Ratingagentur Moody's hat die erste Bewertungsrunde der offenen Immobilienfonds abgeschlossen. In der Skala der Wertungen sind Gewinner und Verlierer deutlich zu erkennen.

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KOMMENTAR

"Erster Zeugnistag"

Kaum eine Phrase ist in der Fondsbranche während der letzten Jahre derart oft gedroschen worden wie der Begriff der "Transparenz". Mal war es besonders "transparent", Verkehrswerte einzelner Objekte zu publizieren, mal erreichte man nur durch Outsourcing dieser Analyse an eine Ratingagentur das Maximum an "Transparenz". Immer im Interesse des Anlegers, selbstverständlich. Das war leicht gesagt, denn der will von einem offenen Fonds sowieso keine "Transparenz", sondern Sicherheit und Rendite. Während aber die Renditeentwicklung auf der Performanceskala für jedermann leicht abzulesen ist, hängt Sicherheit von Kontinuität und Vertrauen ab. Wie man die Kontinuität eines Fondsmanagements beurteilt, hat Moody's jahrzehntelang gelernt und erfolgreich praktiziert. Vertrauen in die Werthaltigkeit eines Portfolios schafft ein solches Rating jedoch nicht unbedingt. Es gilt: Wenn die Bilanz einer "Volksaktie" durch überhöhte Immobilienwerte geschönt werden kann und wenn Banken jahrelang völlig überhöhte Immobilienkredite ausreichen, dann können solche Irrtümer auch Immobilienfonds unterlaufen. Und solange das Wissen um Ankaufspreise in Deutschland eine Geheimwissenschaft bleibt, werden die Fonds, ob geratet oder nicht, mit Zweifeln an der ausgewiesenen Wertentwicklung ihrer Immobilien leben müssen. (mol)