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| 26.09.2002

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Aus IZ20/2002, S. 8

Von Christoph Meyer

In diesem Artikel:

Die Mentalität von Drückerkolonnen

Das Klima auf dem Markt für Handelsflächen wird zusehends rauer. Welche Methoden manche Maklerhäuser in schwierigeren Zeiten anwenden, um ihre Umsätze zu sichern, das schildert Christoph Meyer, der al [...]

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KOMMENTAR

zu "Die Mentalität von Drückerkolonnen"

Wenn Sie, lieber Leser, ein Immobilienmakler sind, dann kennen Sie das Phänomen: Ihr Berufsstand ist keiner, mit dem man sich auf Partys brüsten kann. Denn kaum jemand genießt bei der Bevölkerung einen schlechteren Ruf als der Makler. Vor den Augen des Durchschnittsdeutschen sitzen Sie noch immer in einem Hinterhofbüro und ziehen Ihre Kunden über den Tisch. Nicht ohne Grund nennen sich viele, die eigentlich Makler sind und ihr Büro in einer Hochglanzimmobilie eingerichtet haben, lieber Berater oder Consultants.

Noch nie wurde in der Branche so viel aus-, fort- und weitergebildet. Es gibt Funktionen und Titel, die Seriosität suggerieren sollen oder tatsächlich bedeuten.

Dennoch, in Zeiten, in denen das Geschäft schwierig geworden ist, scheint sich bei manchen das alte Maklerbild wieder durchzusetzen mit dem Ziel: Umsatz um jeden Preis. Der in den guten Zeiten aufgeblähte Apparat will erhalten sein, der Shareholder will sein Value und Entlassungen schaden dem Image - offenbar mehr, als das Aufgeben jedweder Professionalität.

Wer denkt, auf Grund seiner Marktstellung seriöses Geschäftsgebahren über Bord werfen und hinter dem Rücken von Mietern und Immobilieneigentümern den schnellen Euro machen zu können, schadet dem angeschlagenen Ruf einer ganzen Branche, die seit Jahren um Seriosität kämpft.

Langfristig kann so ein Verhalten nicht von Erfolg gekrönt sein. Und Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. (thk)

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