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| 16.08.2002

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Aus IZ17/2002, S. 18

Von IZ

In diesem Artikel:

Pokerspiel um MDC-Projekt

Nachdem der Duisburger technische Dezernent Jürgen Dressler mit markigen Worten die Pläne der Multi Development Corporation gemaßregelt hatte, rudert er jetzt offenbar wieder zurück: ein weiteres Kapi [...]

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KOMMENTAR

Zu "Pokerspiel um MDC-Projekt"

Dass Wirtschaftsförderungspolitik zur Wirtschaftsverhinderungspolitik wird, scheint im Ruhrgebiet eine gewisse Tradition zu haben. Nachdem sich in den vergangenen Jahren die Stadt Dortmund bei der Planung des Hauptbahnhofs über die verschiedenen Stufen des Ja, Nein und Vielleicht einen gewissen Ruf in der Immobilienbranche geschaffen hat, will man sich in Duisburg offenbar nicht hintanstellen.

Doch während die Dortmunder in der Vergangenheit meistens nur Pech mit den Architekten, Entwicklern und dem sich immer schneller drehenden Umstrukturierungskarussel der Bahn AG hatten, sorgt man in Duisburg höchstselbst für Verwirrung und Verstimmung in der Immobilienbranche. So schien es wohl für MDC zunächst außer Frage zu stehen, dass die Stadt den Plänen für das Boecker-Areal in abgesprochener Weise zustimmen werde: MDC baut und Duisburg mietet. Der wortgewaltige Dezernent Jürgen Dressler scheint aber in diese Pläne nicht involviert gewesen zu sein. Sein knappes Urteil: "Sowas ist angesichts der städtischen Haushaltslage kaum drin."

Offenbar weiß in der Stadt an Rhein und Ruhr die linke Hand nicht, was die rechte tut. Nun muss MDC den Schaden ausbügeln, die Pläne komplett umwerfen und so neu stricken, dass hinterher noch eine Rendite bleibt. Das Prekäre an der Situation: In Dortmund sah sich MDC vor Jahren nach indiskutablen Äußerungen von Lokalpolitikern gezwungen, sich aus der Finanzierung des Bahnhofsprojektes zurückzuziehen. (thk)

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