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| 15.02.2002

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Aus IZ04/2002, S. 4

Von Bernhard Funk

In diesem Artikel:

Immobilienaktien: ein brauchbarer Puffer gegen die Börsen-Baisse?

Die US-amerikanischen Real Estate Investment Trusts (Reits) haben sich als eigene Aktienkategorie jenseits des Atlantiks etabliert. Wie es um die Abhängigkeit der Reits von den allgemeinen Börsentende [...]

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Wie US-Analysten Reits bewerten

Der Beurteilung der Ertragsaussichten einzelner börsennotierter Reits widmen sich in den USA eine Anzahl spezialisierter Analysten. Es existieren mehrere spezielle Bewertungskennziffern wie Funds From Operations (FFO) und Adjusted Funds From Operations (AFFO), die hierfür herangezogen werden. Wichtigste Besonderheit ist in diesem Zusammenhang, dass dem Net Income ("Jahresüberschuss") die Abschreibungen auf Immobilien wieder hinzugerechnet werden. Diese Vorgehensweise wird mit der Argumentation gestützt, dass die planmäßigen Abschreibungen auf Immobilien gemäß General Accepted Accounting Principles (GAAP) den "realen Werteverzehr" der Immobilien im Portfolio deutlich überzeichnen, zumal es nicht ausgeschlossen ist, dass die Immobilien im Zeitverlauf sogar an Wert gewinnen bzw. der Lebenszyklus der Immobilie deutlich über den Laufzeiten von Abschreibungen liegt. Neuerdings sind jedoch die auf Reits spezialisierten Wertpapieranalysten übereingekommen, von dieser Praxis abzuweichen, um sich zukünftig für die Ergebnisprognosen von Reits auf die Größe "Operating Earnings per Share (Operating EPS)" zu stützen. Abschreibungen auf Immobilien werden folglich wieder explizit berücksichtigt, Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Portfolio-Immobilien des Reits werden nicht einbezogen. Ein wichtiges Argument für diese Vorgehensweise ist das Bemühen, die Vergleichbarkeit der Analysen von Reits mit den Analysen von Aktiengesellschaften anderer Branchen herzustellen.