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| 25.10.2001

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Aus IZ22/2001, S. 45

Von IZ

In diesem Artikel:

Erfreuliche, wenn auch differierende Zahlen

Dank seiner ausgewogenen Branchenstruktur zeigt sich der Düsseldorfer Büromarkt von der rückläufigen Nachfrage der "New Economy" weitgehend unbeeindruckt: Nach Erhebungen des Düsseldorfer Maklerhauses [...]

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KOMMENTAR

Zu "Büromarkt Düsseldorf"

"Die Partei, die Partei, die hat immer recht!" So sang man bis vor zwölf Jahren in der damaligen DDR. Spricht man die Düsseldorfer Gewerbemakler auf ihre Büromarktzahlen an, dann klingt auch hier dieser Absolutheitsanspruch stets leise mit. Nur dass Jeder eben andere Werte präsentiert. Fast ein Drittel beträgt die Abweichung bei den Angaben zur Vermietungsleistung in den ersten drei Quartalen 2001: Aengevelt Immobilien meldet 217.000 m2, Müller International hat 260.000 m2 recherchiert und Jones Lang LaSalle kommt sogar auf stattliche 298.000 m2. Bei allen drei Unternehmen handelt es sich um die Angaben für den Markt Düsseldorf plus Umland (Ratingen, Hilden, Erkrath und Neuss).

Wer dieser Differenz auf den Grund gehen will und bei den oben genannten Maklerhäusern anruft, erfährt wie aus einem Munde: "Unsere Zahlen stimmen, ich kann Ihnen das anhand unserer Listen belegen!" Was dann kommt, sind stets Erklärungsversuche, weshalb sich die Mitbewerber geirrt haben, um anschließend zu erläutern, wie hoch professionell das eigene Research agiert.

So weit, so schlecht! Beim Beharren auf dem eigenen Standpunkt scheint jedoch keiner der Marktteilnehmer zu realisieren, dass sich das Gesamtbild, das man damit Außenstehenden (auch Investoren) bietet, in einem Wort zusammenfassen lässt: unprofessionell. Wichtig ist nicht, und das ist den Düsseldorfer Maklern wohl entgangen, welche Zahl letztendlich im Detail stimmt. Von Bedeutung ist eher, daß die Makler auch Repräsentanten ihres Standortes sind und in ihrer Uneinigkeit die Verläßlichkeit vermissen lassen, die Mieter und vor allen Dingen Investoren suchen. (thk)