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| 16.08.2001

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Aus IZ17/2001, S. 8

Von Hans-Christian Hauck und Prof. Dr. Thomas Zerres

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Mitteldeutscher Rundfunk, J. Zerres u. Sohn
  • Organisationen:
    Bundesgerichtshof (BGH), Verband Deutscher Makler (VDM), Oberlandesgericht Hamburg, Oberlandesgericht Karlsruhe, Akademie für Internationale Zusammenarbeit
  • Personen:
    Hans-Christian Hauck, Thomas Zerres, Thomas C. Zerres

Gemeinschaftsgeschäfte: Gemeinsam marschieren, getrennt kassieren?

Die Handhabung von Gemeinschaftsgeschäften ist gesetzlich nicht geregelt. Zwar gibt es von den Verbänden so genannte Geschäftsgebräuche für Gemeinschaftsgeschäfte - doch auch diese haben keine allgeme [...]

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Die Autoren: Dr. Thomas C. Zerres ist Professor für Zivil- und Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule in Erfurt. Hans-Christian Hauck ist Rechtsanwalt in der Sozietät Hauck in Frankfurt am Main und spezialisiert auf das Immobilien- und Gesellschaftsrecht.

Was ist ein Gemeinschaftsgeschäft?

Ein Gemeinschaftsgeschäft liegt vor, wenn zwei oder mehr Makler auf entgegengesetzter Seite tätig werden und eine Provisionsteilungsabsprache miteinander treffen. Das bedeutet, dass der eine Makler den Verkäufer, der zweite Makler den Käufer betreut und dementsprechend unterschiedliche Maklerverträge bestehen (U. a. MünchKomm-Roth, BGB, 3. Aufl., 1997, § 652 Rz. 246; BGH NJW-RR 1994, 636; BGH NJW-RR 1987, 171; Breiholdt, BB 1993, 600). Im Erfolgsfall steht - sofern er dies vereinbart hat - grundsätzlich jedem Makler nur die Provision seines Auftraggebers zu. Den jeweiligen Auftraggeber berührt diese Form der Zusammenarbeit also wirtschaftlich nicht. In der Praxis wird jedoch regelmäßig die Provision nur von einer Seite gezahlt werden, so dass bei Gemeinschaftsgeschäften üblicherweise zwischen den beteiligten Maklern nicht nur eine Absprache hinsichtlich der Zusammenarbeit getroffen wird, sondern auch und ganz besonders bezüglich der Provisionsaufteilung.

"Nicht jeder Hinweis an einen Kollegen zieht bereits ein Gemeinschaftsgeschäft nach sich." Prof. Dr. Thomas Zerres

"Jeder Makler kann grundsätzlich nur von seinem Auftraggeber die vereinbarte Provision verlangen." Hans-Christian Hauck