Sie verwenden iz.de als Gastnutzer

| 10.05.2001

Premium Bis zu 6 Premium-Inhalte / Monat im Basis-Paket (Print-Abo), unbegrenzt im Premium-Paket.
Aus IZ10/2001, S. 15

Von IZ

In diesem Artikel:
  • Personen:
    Klaus Herzig

Die Abzocker sind wieder unterwegs

Eine altbekannte Abzockermasche hat das Internet erreicht. Mit formell daherkommenden Rechnungen wird versucht, Inhaber von Internetdomains abzukassieren.

Registrieren Sie sich kostenfrei und lesen Sie den Artikel weiter!


Mit Ihrer Registrierung willigen Sie in unsere AGB ein. Für die Nutzung unserer Services und Produkte gilt zudem unsere Datenschutzerklärung.
KOMMENTAR zu "Abzocker unterwegs", Seite 17

Die Kunde verbreitete sich im Internet wie ein Lauffeuer: Eine ominöse DDV Deutsche Domain Verwaltung schickt waschkörbeweise als Rechnung getarnte Angebote an Inhaber von DE-Domains. Wird nicht gezahlt, wird die Website lahmgelegt, so die beim oberflächlichen Lesen hängenbleibende Botschaft. Doch die Betroffenen reagierten schnell, tauschten sich in Chat-Rooms aus, Stellungnahmen offizieller Registrierungsstellen ließen nicht lange auf sich warten.

Wer bisher einen handfesten wirtschaftlichen Nutzen des Internets bezweifelte: Bitteschön, hier ist er. Während ähnliche Abzockerbanden in den vergangenen Jahren - erinnert sei an die Schreiben zum Eintrag in eine "Zentrale deutsche Handelsregisterdatei" oder in den "Branchenteil" von Telefonbuch-Verlagen - immer eine ganze Reihe von ahnungslosen Zeitgenossen über den Tisch ziehen konnten, bis über die klassischen Medien eine Warnung erfolgte, entzieht das Internet durch seine schnelle und intensive Kommunikationsleistung solchen Geschäftemachern die Erfolgsgrundlage. Denn diese spekulieren nicht nur auf ein gewisses Maß an Oberflächlichkeit bei der Rechnungsbearbeitung der Unternehmen, sondern auch auf die Langsamkeit von entsprechenden Warnungen. Die so gewonnene Zeit reicht meist aus, um schnell Kasse zu machen und genauso schnell auch wieder zu verschwinden. Dem Internet sei Dank, hat dies diesmal nicht funktioniert. Unsere Online-Warnung erfolgte schon Ende April. (tp)