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| 02.03.2001

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Aus IZ05/2001, S. 3

Von IZ

In diesem Artikel:

Ein gutes Jahr für den Markt, ein schlechtes für die Statistik

Überraschend war es nicht, was die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (Gif) als Ergebnis ihrer Büromarkterhebung publizierte, aber positiv: 2000 war für den Büromarkt ein Jahr der Ve [...]

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KOMMENTAR

zu "Gif-Büromarkterhebung"

Die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (Gif) ist durch das Ausscheren von Müller International aus der Büromarkterhebung ein gutes Stück zurückgeworfen worden. Eben erst war es dem Arbeitskreis gelungen, den zurückhaltenden Münchner Lokalmatador Schauer & Schöll zur Teilnahme zu bewegen, als ein anderer Marktführer unter den deutschen Büromaklern der Initiative den Rücken kehrte. Die Begründung aus dem Hause Müller International, Aufwand und Nutzen stünden für sie in keinem sinnvollen Verhältnis, überrascht nur auf den ersten Blick. An den Zielen des Arbeitskreises hat sich seit seiner Gründung 1996 nichts wesentliches geändert. Es galt, mittels einer einheitlichen, gemeinsam erarbeiteten Datenbasis die allgemeine Transparenz und Professionalität des deutschen Immobilienmarktes zu verbessern. Präsentiert werden die Daten traditionell von dem Leiter eines Researchunternehmens, das von der Sammlung und Verwertung von Daten lebt - die wiederum von anderen erhoben werden. Daß dies ein grundsätzliches Problem darstellen könnte, hat Müllers grußloser Abschied wieder einmal aufs Tapet gebracht. Verläßliche Marktdaten sind nun einmal das Kapital von Immobiliendienstleistern, seien es Makler oder Researcher. Wer sein Wissen, das auf dem deutschen Immobilienmarkt immer noch häufig den Stellenwert von Herrschaftswissen besitzt, mit anderen teilt, betreibt ein Zuschußgeschäft. Dem mag man entgegenhalten, daß von steigender Transparenz schließlich alle Beteiligten profitieren. Die momenate Situation stellt sich aber anders dar. Die Gif publiziert ihre Daten im Anschluß an die Marktreports der Großmakler. In den Reports präsentieren die Makler aber weiterhin "ihre" Zahlen, die oft nicht mit den Gif-Daten übereinstimmen - von Übersichtlichkeit keine Spur. Daß Transparenz andererseits nicht unbedingt bedeuten muß, daß alle Makler die gleichen Zahlen präsentieren, beweist ein Blick in das "gelobte Land" der Immobilien-Professionals, nach Großbritannien. Dort findet man in den verschiedenen Marktberichten durchaus abweichende Angaben zu Mieten, Umsätzen und Transaktionen - dem Markt scheint's nicht zu schaden. (mol)