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| 01.02.2001

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Aus IZ03/2001, S. 3

Von IZ

In diesem Artikel:

Schneider will zurück in die Branche - und zur IZ

Milliarden-Pleitier Dr. Jürgen Schneider möchte gerne wieder in der Immobilienbranche tätig sein - gerne auch als Mitarbeiter der Immobilien Zeitung.

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KOMMENTAR

zu "Schneider will zurück in die Branche"...

Na, was halten Sie davon? Dr. Jürgen Schneider, verantwortlich für die größte Immobilienpleite der Nachkiegsgeschichte, wird Ihnen künftig in der Immobilien Zeitung Tips geben, wie Sie Ihre Arbeit richtig machen können. Und erzählt Ihnen außerdem vielleicht noch "wissenswerte Begebenheiten" aus seinem Privatleben.

Wir waren ehrlich gesagt etwas überrascht, als das Angebot in der Redaktion eintraf. Dr. Jürgen Schneider - war das nicht der Mann, der log und betrog, daß sich die Balken bogen? Der Verträge frisierte, Mieter erfand und kurz vor seiner Entlarvung versuchte, ein paar Milliönchen des ergaunerten Kapitals in Ausland zu schaffen?

Da kann man nur sagen: Hut ab! Soviel Mut muß man erst einmal haben, sich nun als Robin Hood der Immobilienbranche zu präsentieren, als Rächer der "enterbten" Handwerker, edelmütig und gerecht im ständigen Kampf gegen den bösen "Sheriff von Nottingham" - das deutsche Bankenwesen.

Daß die Geldgeber Schneiders die Megapleite des Königsteiner Bauunternehmers erst möglich gemacht haben, ist unbestritten. Sich selbst aber nun als Opfer dieser Geldgeber zu präsentieren, ist mehr als unverschämt. Da nutzt auch die entsprechende Selbstdarstellung, unterstützt durch allzu gefällige TV- oder Printjournalisten, nichts. Ein "edler Ganove", dem das Publikum trotz seiner Taten Anerkennung für den Mut im Kampf gegen das noch Bösere zollt, das war Dr. Jürgen Schneider nie.

Ein Ganove schon. (tp)

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