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Projekte | 05.03.2020

Aus IZ10/2020, S. 24

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

"Die Wohnungsoffensive ist erfolgreich"

Quelle: Meravis
Das Meravis-Projekt in der Wasserstadt Limmer war Anstoss für eine Diskussion über die Bezahlbarkeit von Neubauwohnungen.

Quelle: Meravis

Hannover. Über Wucherpreise wird in Hannover diskutiert. Matthias Herter, der Geschäftsführer von meravis, erwartet ob der vielen Wohnungsprojekte eine Plateaubildung bei Preisen und Mieten.

Hannover wächst weiter. Nach einer frisch veröffentlichten Prognose der Stadt und Region Hannover gewinnt die Landeshauptstadt bis 2030 15.400 Menschen hinzu, ein Plus von 2,8%. Die Ausweisung, Genehmigung und Fertigstellung von neuem Wohnraum hatte sich in den letzten Jahren nur zögerlich an die deutlich wachsende Bevölkerung angepasst.

"Aber die Wohnoffensive ist erfolgreich", sagt Matthias Herter, Geschäftsführer des Wohnungsunternehmens meravis. "Wir haben inzwischen gute Baugenehmigungszahlen und Neubautätigkeit." Tatsächlich kletterte die Zahl der Baugenehmigungen 2019 auf 2.669 Wohneinheiten - ein Drittel mehr als 2018. Und auch die Zahl der Fertigstellungen erreichte mit 1.580 Wohnungen einen überdurchschnittlichen Wert, nachdem in den sechs Jahren von 2013 bis 2018 insgesamt nur 6.500 Wohneinheiten fertiggestellt wurden.

Die Zahl der Wohnungen mit Belegrecht für die Stadt Hannover liegt durch den Neubau sowie den Ankauf von Rechten seit 2016 stabil bei 19.000. "Wir können auch keinen explosiven Anstieg der Mieten erkennen", sagt Herter. Der Mittelwert des Mietspiegels beträgt aktuell knapp 7 Euro/m², für Neubauwohnungen in guter Lage allerdings über 12 Euro/m².

In Hannover hatte sich Anfang des Jahres eine Diskussion um Wucherpreise in der Wasserstadt Limmer entzündet. Hier werden von meravis Wohnungen in Kanallage für 5.000 Euro/m² bis 8.000 Euro/m² angeboten - "und gut verkauft", wie Herter betont. Die Preise seien das Ergebnis der Lage, hoher Baukosten, Grundstückspreise sowie teurer Architektenwettbewerbe. Es habe dazu ein Gespräch der ArGeWo - der Arbeitsgemeinschaft Wohnen, der 40 Unternehmen angehören - mit dem neuen Oberbürgermeister Belit Onay gegeben. "Das war ein konziliantes Gespräch auf Augenhöhe und da wollen wir noch weitere Gespräche führen."

Herter erwartet durch die zahlreichen größeren und großen Bauvorhaben in Hannover auf Sicht eine Entspannung bei der Entwicklung der Wohnungspreise und -mieten. "So wird es auch bei den Neuvertragsmieten zu einer Plateaubildung kommen - wie im Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen in Aussicht gestellt."

Der Wohnungsbauer verweist auf Projekte wie Kronsrode nahe dem Messegelände, wo die ersten von mittelfristig 3.500 Wohneinheiten bereits in die Baugenehmigungsstatistik für 2019 eingeflossen sind. In der Wasserstadt Limmer sind weitere 1.800 Wohnungen geplant. Jeweils über 300 Wohnungen entstehen im Vitalquartier, in Seelhorst, im Herzquartier, in Bothfeld oder im Buchholzer Grün auf dem Areal des Oststadtkrankenhauses an der Podbielskistraße in Groß-Buchholz.

Eigeninteresse an nachhaltigen Produkten

Dass die städtische Tochter Hanova die Grundstücke hier für 800 Euro/m² Wohnfläche verkaufe, trage auch nicht zur Errichtung von mehr preiswertem Wohnraum bei, so Herter. Von der Politik wünscht er sich eine Befreiung von den ausufernden Anforderungen in städtebaulichen Verträgen. "Warum die Projektentwicklung nicht Leuten überlassen, die Projektentwicklung können?", so Herter deutlich. "Wir haben vor dem Hintergrund der Klimadiskussion selbst ein Interesse, Produkte zu entwickeln, die auch in 20 Jahren noch bei Investoren begehrt sind."

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