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Märkte | 27.02.2020

Aus IZ09/2020, S. 22

Von Dagmar Lange

In diesem Artikel:

Wenig Luft am Markt

Karlsruhe. Die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs erwies sich auch im vergangenen Jahr als gefragter B-Standort für Immobilieninvestoren. Doch es fehlt an Angeboten.

Ein gesundes Rendite-Risiko-Verhältnis rückt Karlsruhe zunehmend in den Fokus von Investoren. Das legt zumindest der Marktbericht von Kunz-Schulze Immobilien für Gewerbeinvestments dar.

Karlsruhe schmückt sich mit Stammsitzen von Unternehmen wie dem Energieversorger EnBW, dm, United Internet oder Fiducia - um nur die größten Arbeitgeber von Wirtschaftsunternehmen zu nennen -, aber auch mit Hochschulen wie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Entsprechend nachgefragt sind Büroflächen, für die es aber derzeit "zu wenige adäquate Angebote gibt", wie Marco Ziegler betont, verantwortlich für Büroimmobilien bei Kunz-Schulze Immobilien. Einen "Silberstreif am Horizont" sieht Ziegler in verschiedenen Neubauprojekten, die aber erst in den kommenden Jahren fertiggestellt werden. Die Spitzenmiete liegt in der City bei 15,50 Euro/m², am Cityrand bei 14 Euro/m², im Durchschnitt kosten Büroflächen in der City 11 Euro/m², am Cityrand 10 Euro/m². Für die Innenstadt rechnet Ziegler mit weiter steigenden Mietpreisen, für die anderen Gebiete samt Peripherie zumindest mit einer gleichbleibenden Preistendenz.

Kein Durchatmen sieht Ziegler auf dem Investmentmarkt der Fächerstadt. "Die spürbare Zurückhaltung der Eigentümer, ihre Immobilien zu verkaufen, verschärft den Druck weiter." Die Renditen hätten im Vergleich zu den A-Standorten in Deutschland "noch ein bisschen Luft", befänden sich für den Karlsruher Markt aber auf "einem historisch tiefen Stand". Dennoch zeigt sich Ziegler mit Blick in die Zukunft optimistisch, denn die starke regionale Wirtschaft, die Zukunftsprognosen für die Stadt und die umliegende Technologieregion gäben Anlass dazu.

Aufgrund des anhaltenden Nachfrageüberhangs sind die Renditen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gefallen, haben laut Ziegler mittlerweile aber die Talsohle erreicht. Die Nettoanfangsrendite für Coreimmobilien sieht er bei 4% bis 5% und bei Core-plus bei 5% bis 6,2% mit gleichbleibender Tendenz. Die Investmentkarte von Kunz-Schulze zeigt, wo mit 6,5% bis 11% die höchsten Renditen erzielt wurden, nämlich in Knielingen/Mühlburg in den Assetklassen Büro und Industrie mit bis zu 10%, im Rheinhafen in der Assetklasse Industrie mit bis zu 11% und in Hagsfeld wiederum im Büro- und Industriebereich mit bis zu 10% Rendite. Im Segment Einzelhandel und Büro lagen die Renditen in der City/Highstreet zwischen 4% und 5,5%.

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