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Unternehmen | 13.02.2020

Aus IZ07/2020, S. 18

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Amazon pusht Rekordumsatz

Bremen. 407.000 m2 Industrie- und Logistikflächen wurden 2019 in Bremen umgesetzt. Allein Amazon in Achim sorgte für 120.000 m2.

"Ein absolutes Ausnahmejahr", erklärt Björn Sundermann, Leiter Logistik- und Industrieimmobilien bei Robert C. Spies, zu den ermittelten 407.000 m2 Umsatz. Schon 2018 war mit 284.000 m2 ein Rekord erreicht worden. 2019 wurde die Statistik durch den Neubau des 120.000 m2 großen Lagers für Amazon geprägt, das Garbe Industrial Real Estate in Achim baut.

Neubauten sorgten für 71% des Umsatzes. Aus dem Bestand, für den Spies einen Leerstand von unter 1% meldet, wäre die Nachfrage kaum zu bedienen. Der Immobilienmarkt-Report der WFB Wirtschaftsförderung Bremen weist für 2019 einen Leerstand von 3,01% aus - nach 4,83% im Jahr 2018.

Zehn Abschlüsse über 10.000 m2 wurden 2019 notiert. Zweitgrößter Umsatz war eine Neubauprojektierung für den Kontraktlogistiker Fiege über 35.000 m2 im Güterverkehrszentrum (GVZ). Auf Rang drei liegt ein 27.000 m2 großer Neubau für die dänische Reedereigruppe Maersk. 51% der Umsätze wurden auf Bremer Stadtgebiet realisiert, 49% im Umland. Auch den Nachbargemeinden gehen langsam die Flächen aus. In einer Analyse des Fraunhofer-Instituts Supply Chain Services wird eine regionale Logistikstrategie empfohlen. Immerhin hat Bremen mit einem Anteil von 12% die höchste Logistikbeschäftigtenquote der Bundesländer. Durch den Ringschluss der A 281 wohl bis 2025 gebe es Flächenpotenzial nördlich der Weser.

Die Nachfrage hat die Spitzenmiete auf 4,75 Euro/m2 gehoben, für Light Industrial auf 5,25 Euro/m2. Das Interesse der Investoren drückt nach Spies-Zahlen die Rendite in der Spitze auf 4,35%. So werden an der Weser höhere Preise für Logistikflächen erzielt als für Büros (Spitzenrendite: 4,6%).

"Bei der Abschlussbereitschaft für das Anmieten großer Objekte herrscht gegenwärtig eine spürbare Zurückhaltung", verweist Sundermann auf das unsicherer werdende wirtschaftliche Umfeld. Auch die zuletzt starke Nachfrage aus dem Automotive-Segment lasse nach, da es keine Produktumstellungen für neue Fahrzeugmodelle gebe. So erwartet Sundermann 2020 einen Umsatz von 245.000 m2.

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