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Märkte | 13.02.2020

Aus IZ07/2020, S. 2

Von Rolf Zarnekow

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Aquila Capital
  • Personen:
    Rolf Zarnekow
  • Immobilienart:
    Logistik

Logistikinvestoren for Future!

Rolf Zarnekow, Head of Investment Management Real Estate bei Aquila Capital, fordert mehr ökologische Qualität bei Objekten, deren ökologischer Fußabdruck ziemlich groß ausfällt: Logistikimmobilien.

Quelle: Immobilien Zeitung
Rolf Zarnekow.

Quelle: Immobilien Zeitung

Seit Monaten gehen viele Schüler freitags deutschlandweit auf die Straße, statt in die Schule. Es ist richtig, dass sie klimapolitische Maßnahmen wie einen höheren CO2-Preis fordern. Unterstützt werden sie von Klimaforschern und weiten Teilen der Gesellschaft. Es ist falsch, dass die Schüler überhaupt demonstrieren müssen, weil große Teile von Wirtschaft und Politik untätig waren und noch immer sind.

Nehmen wir als Beispiel die Logistikbranche. Es finden sich zwar immer noch mehr als genug Investoren und Mieter für nicht nachhaltige Logistikimmobilien, aber das liegt nicht zuletzt am fehlenden Angebot an grünen Alternativen. Konventionelle Hallen sind in der Regel alles andere als nachhaltig: Sie versiegeln große Flächen und hinterlassen oft einen viel zu großen CO2-Fußabdruck im Betrieb.

Daher denke ich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis diese Objekte nicht mehr vermarktbar sind, weil Investoren und Nutzer zunehmend ökologische Mindeststandards einfordern werden. Schon allein deswegen, weil es trotz höherer anfänglicher Investitionskosten wirtschaftlich und somit im Interesse aller ist.

Falsch wäre es, nichts zu tun und abzuwarten, bis neue Gebäude mit längerer Nutzungsdauer entstehen, die mit recycelbaren Materialien gebaut und/oder so entworfen werden, dass sie flexibel sind und sich von mehreren Mietern in Folge nutzen lassen. Auf ihren Flachdächern lassen sich beispielsweise Wildblumenwiesen für Insekten säen oder Fotovoltaikmodule installieren. Der so erzeugte Strom kann in der Immobilie selbst genutzt werden; ebenfalls ökologisch sinnvoll wäre es, diesen ins Stromnetz einzuspeisen, damit keine Batterie als Speicher benötigt wird. So gehen die Flächen der Natur nicht verloren und können umweltfreundlich genutzt werden.

Wer wirtschaftliche Entscheidungen trifft, sollte nicht darauf warten, dass klimaschädliches Verhalten durch Gesetze und Gebühren bestraft wird. Umweltfreundliche Unternehmensführung bringt schon heute Wettbewerbsvorteile. Wer nachhaltig wirtschaftet, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch sein Unternehmen: Er spart langfristig Kosten und ist für Kunden sowie Anleger attraktiver. In den vergangenen acht Jahren ist das Volumen nachhaltiger Investitionen dem European Sustainable Investment Forum zufolge in Europa um durchschnittlich 25% p.a. gewachsen. Bereits in wenigen Jahren werden sich Geschäftsmodelle, die den Umweltschutz ignorieren, schwerer tun. Das betrifft auch bei Anlegern beliebte Segmente wie die Logistik.

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