Sie verwenden iz.de als Gastnutzer

Politik | 30.01.2020

Premium Bis zu 6 Premium-Inhalte / Monat im Basis-Paket (Print-Abo), unbegrenzt im Premium-Paket.
Aus IZ05/2020, S. 8

Von Daniel Rohrig

In diesem Artikel:

Reit-Gesetz hält deutsche Trusts in der Nische

Quelle: imago images, Urheber: Rainer Unkel
Reits sind als Aktiengesellschaften konzipiert. Gelistet sind die fünf deutschen Unternehmen im RX Reit Index.

Quelle: imago images, Urheber: Rainer Unkel

Seit 2007 ist das deutsche Reit-Gesetz in Kraft. Seitdem dümpelt der deutsche Markt für diese spezielle Form von steuerbegünstigten Immobilien-AGs vor sich hin. Nur fünf Gesellschaften tumme [...]

Registrieren Sie sich kostenfrei und lesen Sie den Artikel weiter!


Mit Ihrer Registrierung willigen Sie in unsere AGB ein. Für die Nutzung unserer Services und Produkte gilt zudem unsere Datenschutzerklärung.

Was zeichnet D-Reits aus?

Reit steht für Real Estate Investment Trust. Es handelt sich dabei um Aktiengesellschaften, die an der Börse gehandelt werden. Grundsätzlich gelten die Bestimmungen des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuchs (HGB). Die darüber hinaus wirksamen Besonderheiten sind im Reit-Gesetz vom 28. Mai 2007 geregelt: - Eine garantierte Ausschüttungsquote von 90%, und zwar vom ermittelten Gewinn nach Ausschluss der stillen Reserven. Das führt zu relativ hohen Dividenden meist über der 6%-Marke. - Das Immobilienvermögen muss 75% des Gesamtvermögens des Reits betragen. - Die direkte Beteiligung eines einzelnen Aktionärs ist auf 10% des Grundkapitals beschränkt. Bei der Börsenzulassung müssen mindestens 25% der Reit-Anteile in Streubesitz sein. - Investitionen in Bestandsmietwohungen sind ausgeschlossen. Es sei denn, sie sind nach dem 31. Dezember 2006 gebaut. - Befreiung von der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. - Der Schwerpunkt soll das Halten und Bewirtschaften von Immobilien sein, Gebäudehandel soll möglichst nicht stattfinden. Vor der Einführung des Gesetzes waren heftige Diskussionen entbrannt - nicht zuletzt aus den Reihen der SPD, die plötzlich gegen die Einführung von börsennotierten Aktiengesellschaften war. Vor allem der weitgehende Ausschluss von Wohnungsmarktinvestitionen geht daher auf das Konto der Sozialdemokraten. Man befürchtete gemeinsam mit Verbänden einen steigenden Privatisierungsdruck auf von der öffentlichen Hand gehaltene Wohnungen. In Deutschland tummeln sich seit der Zulassung neben den fünf inländischen eine ganze Reihe ausländischer Reits. Für sie gelten die hiesigen Regeln und Zulassungsbeschänkungen für Immobilien-Aktiengesellschaften nicht. Daniel Rohrig