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Finanzen | 30.01.2020

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Aus IZMagazin Immobilienfinanzierung 2020/2020, S. 8

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Aareal Bank, Münchener Hypothekenbank (MHB), Bain & Company, Hamburg Commercial Bank
  • Organisationen:
    Europäische Zentralbank (EZB)
  • Personen:
    Alexander Dexne, Gerald Klinck, Jens Tolckmitt, Michael Held, Nico Rottke, Peter Axmann, Thomas Köntgen, Markus Drews, Hans Volkert Volckens, Steffen Sebastian, Louis Hagen, Curth C. Flatow, Sascha Klaus, Lahcen Knapp, Sabine Barthauer, Marcus Buder, Anke Herz, Dominik Löber, Helene von Roeder, Christian Winkelmann, Jan Bewarder, Oliver Richter, Sven-Olaf Leitz

Der Druck auf Banken steigt - Der Immobilienkreditmarkt steht vor einer Transformation

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Quelle: stock.adobe.com, Urheber: Martina Chmielewski (Skyline), meiga (Faust), IZ-Montage

Der Immobilienboom der letzten Jahre hat auch den großen deutschen ­Immobilienbanken traumhafte Zeiten beschert. Doch damit könnte es 2020 vorbei sein. Der Druck wächst, das Geschäftsmodell [...]

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Die BelWertV macht den Banken das Leben schwer

Der Beleihungswert ist nach § 3 der Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV) ein sicherheitsorientierter Wert, der über "konjunkturell bedingte Wertschwankungen" am Grundstücksmarkt und "unter Ausschaltung von spekulativen Elementen während der gesamten Dauer der Beleihung bei einer Veräußerung voraussichtlich erzielt werden kann". Um dies zu gewährleisten, gibt es strikte Vorgaben an bestimmte Berechnungsparameter.

So müssen nach § 12 Abs. 4 die Kapitalisierungszinssätze bei wohnwirtschaftlichen Nutzungen mindestens bei 5% liegen, bei gewerblichen Nutzungen liegt die Grenze bei 6%, die nur in Ausnahmefällen um 0,5% reduziert werden darf. In hochpreisigen Märkten mit niedrigen Immobilienrenditen führt das zu einer enormen Spreizung der Beleihungs- und Marktwerte. Für die Pfandbriefbanken bedeutet das eine Verteuerung ihrer Liquiditätsbeschaffung, weil sie maximal 60% des Beleihungswerts über Pfandbriefe zu günstigen Konditionen refinanzieren dürfen.

Einige Institute werben deswegen schon seit längerem bei der Finanzaufsicht für eine Modifizierung der BelWertV. "Für gut gelegene Büroimmobilien können Sie den Kapitalisierungszinssatz um 0,5% reduzieren. Wieso nicht auch für Wohnen?", schlägt Marcus Buder von der Berliner Sparkasse vor.