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Politik | 23.01.2020

Aus IZ04/2020, S. 23

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    CSU, Landtag Bayern, Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr
  • Personen:
    Ilse Aigner, Markus Söder, Hans Reichhart, Klaus Holetschek, Kerstin Schreyer

Bayerns neue Bauministerin

München. Das bayerische Bauministerium wird künftig von der bisherigen Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) geleitet.

Urheberin: Margot Kramer, Atelier Krammer
Kerstin Schreyer.

Urheberin: Margot Kramer, Atelier Krammer

Die 48-Jährige übernimmt am 1. Februar das Amt von Hans Reichhart, der bereits vor einigen Monaten angekündigt hatte, in seinem Heimatlandkreis Günzburg für das Amt des Landrats zu kandidieren.

Schreyer ist seit März 2018 Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales in Bayern. Die geborene Münchnerin ist Sozialpädagogin und arbeitete vor ihrer politischen Karriere unter anderem in einer erwachsenenpsychiatrischen Einrichtung. Ministerpräsident Markus Söder wertet das Bau- und Verkehrsministerium zudem mit einem weiteren Staatssekretär auf. Diese Position übernimmt der 55-jährige Klaus Holetschek, der auch als Bauminister im Gespräch war. Holetschek ist derzeit Bürgerbeauftragter der bayerischen Staatsregierung.

Kommentar zu "Bayerns neue Bauministerin"

Seit 2018 gibt es in Bayern ein eigenes Ministerium für Bau und Verkehr. Damit sollte eigentlich die Wichtigkeit der Themen betont werden. In der Praxis sieht es danach nicht aus. Kerstin Schreyer ist die dritte Besetzung in nicht mal zwei Jahren. Ilse Aigner nutzte das neu geschaffene Amt für acht Monate als Parkposition, um Landtagspräsidentin zu werden. Es übernahm der Newcomer Hans Reichhart, der sich plötzlich mehr in der Kommunalpolitik zuhause fühlt. Von Wichtigkeit und Kontinuität kann also keine Rede sein. Immerhin erarbeitete sich Reichhart in nur 14 Monaten einen respektablen Ruf in der Branche. Das hat Schreyer noch vor sich.

Schreyer habe keine Kompetenz für das Amt, schimpft die Opposition. Allerdings fiel auch Reichhart zuvor nicht mit immobilienwirtschaftlichen Themen auf. Trotzdem hat die Branche Grund, skeptisch zu sein. Ministerpräsident Markus Söder erklärte die Wohnungsnot zur sozialen Frage unserer Zeit. Eine ehemalige Sozialministerin soll diese Frage nun lösen. Kritiker fürchten, dass Schreyer weiteren Regulierungen gegenüber aufgeschlossen sein könnte.

Immerhin gönnt Söder dem Bauministerium einen, wenn auch ebenfalls eher unerfahrenen, Staatssekretär. Damit ist die Bedeutung des Ministeriums zumindest formal gestiegen. Alexander Heintze

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