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Märkte | 23.01.2020

Aus IZ04/2020, S. 23

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Söder baut Bayern um

München. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will den Siedlungsdruck von der Landeshauptstadt München nehmen und den ländlichen Raum stärken.

Mit der Ankündigung, in den kommenden zehn Jahren rund 3.000 Arbeitsplätze aus der Hauptstadt in andere Landesteile zu verlegen, will Söder strukturschwache Regionen in Bayern stärken. Die Idee ist nicht neu. Bisher waren es eher kleinere Bereiche mit wenigen Arbeitsplätzen, die aus München in die Regionen verlegt wurden.

Nun sollen wichtigere Einrichtungen folgen. So zieht ein Teil des Bau- und Verkehrsministeriums mit 200 Beschäftigen nach Augsburg. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof und die Landesanwaltschaft werden mit 200 Stellen nach Ansbach in Mittelfranken verlegt. Im oberfränkischen Hof soll ein Sicherheitsschwerpunkt geschaffen werden. Erste Maßnahme ist die Ansiedlung des Polizeibeschaffungsamts mit rund 300 Beschäftigten. Unterfranken bekommt in Bad Kissingen einen Teil des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit rund 100 sowie in Schweinfurt eine Außenstelle des Münchner Finanzamts mit 300 Angestellten. Nach Weiden in der Oberpfalz sollen 300 Beschäftigte des Landesamts für Finanzen umziehen. Das Grundsteuerfinanzamt wird mit 300 Mitarbeitern im Raum Zwiesel aufgebaut, Freyung-Grafenau bekommt ein Verwaltungsgericht.

In einigen Städten werden durch die Umzüge und Verlagerungen neue Büros und Wohnungen für die Mitarbeiter benötigt. Einen Bauboom werden die Maßnahmen aber kaum auslösen.

Freuen können sich die Entwickler von Studentenwohnheimen. Die Zahl der Studienplätze soll in einigen Städten aufgestockt werden. Ingolstadt bekommt weitere 1.100 Studienplätze, am Standort Neuburg sind 740 Studienplätze geplant. Auch Augsburg erhält mehr als 600 weitere Studienplätze. Zudem zieht die Hochschule für den öffentlichen Dienst von Herrsching am Ammersee nach Kronach. Dort entstehen rund 400 Studienplätze.

Weitere Büros könnten benötigt werden, wenn Ministerpräsident Söder mit seinem Plan durchkommt, München zu einem eigenen Regierungsbezirk zu machen. Bisher gehört die Landeshauptstadt zum Regierungsbezirk Oberbayern. Der Sitz der Bezirksregierung würde bei einer Teilung von München in andere bayerische Städte verlegt werden. Insgesamt geht es um rund 1.600 Arbeitsplätze. Davon sollen etwa 600 in München bleiben. Jeweils 500 könnten nach Rosenheim und Ingolstadt verlagert werden. In München würden dann Teile des repräsentativen Dienstsitzes in der Maximilianstraße frei werden.

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