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Projekte | 23.01.2020

Aus IZ04/2020, S. 23

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Wurstfirma Houdek vereint Wohnen und Gewerbe

Quelle: moosaik - das verbindende Quartier, Urheber: Kehrbaumarchitekten
Bisher ist das neue Quartier in Starnberg nur eine Vision. Doch die ersten Reaktionen sind positiv.

Quelle: moosaik - das verbindende Quartier, Urheber: Kehrbaumarchitekten

Starnberg. Aus einem veralteten Industrie- und Gewerbegebiet am Starnberger Ortseingang soll ein modernes Wohn- und Gewerbegebiet werden. Dazu haben sich verschiedene Grundstückseigentümer zusammengetan.

Seit fast 20 Jahren stehen die alten Produktionshallen der Firma Houdek in Starnberg leer. Der fleischverarbeitende Betrieb verlegte die Produktion von bayerischen Weißwürsten, Leberkäse und Salami nach und nach ins oberfränkische Arzberg.

Das 15.000 m² große Grundstück zwischen der Moosstraße und der Petersbrunner Straße am Ende der Autobahn nach München sollte dann eigentlich an internationale Investoren verkauft werden. Kurz vor dem Abschluss des Vertrags stiegen Rudolf Houdek und sein Cousin Robert noch in den Bieterprozess ein und erwarben 2016 schließlich das Gelände von ihren Vätern. Mit Heimatliebe erklären die Houdeks die Investition.

Gemeinschaft will 30.000 m² entwickeln

Nun soll das Familienerbe aufgewertet werden. Doch nicht nur die alten Houdek-Hallen verschwinden. Um ein umfassendes Quartier entwickeln zu können, gingen die Houdeks auf die Eigentümer der benachbarten Firmen zu. So kommen durch die Interessensgemeinschaft rund 30.000 m² für eine Entwicklung zusammen.

Im Gewerbegebiet Moosanger entstehen nun unter der Bezeichnung moosaik - das verbindende Quartier Gewerbeflächen, öffentliche und Freizeiteinrichtungen. Neben einer Kindertagesstätte ist ein sogenanntes Blaulichtzentrum für Feuerwehr und Rettungsdienste vorgesehen.

Auch Wohnungen sind geplant, nachdem es bereits früher etwa 100 Werkswohnungen an der Petersbrunner Straße gab. Die bestehenden Betriebe sollen in die Neubauten eingebunden werden. Die Initiatoren wünschen sich auch neue innovative Unternehmen aus Gewerbe und Handwerk.

Mit dem Vier Jahreszeiten Starnberg gibt es bereits ein Viersternehotel in der Nachbarschaft. Eine Brücke über die viel befahrene Münchner Straße soll den Weg vom Quartier zum See erleichtern.

Ökologische Bauweise und Zugang zum See

Das gesamte Quartier soll ökologisch ausgerichtet werden. Umgesetzt werden soll es von der Unternehmensgruppe Scherbaum mit Sitz in Grünwald und der Bernd Schwarz Projektentwicklung. Die ersten Pläne stammen von Kehrbaum-Architekten. Sie sehen ein ökologisch ausgerichtetes Quartier vor, bei dem Holz und erneuerbare Energien zentrale Rollen spielen.

Das Projekt soll auch helfen, Mitarbeiter in dem Gebiet zu halten. Bisher gebe es kaum Infrastruktur wie Kindergärten oder die Möglichkeit, sich mittags etwas zu essen zu besorgen. Noch ist das Ganze eine Vision. Die Pläne stießen zwar im Starnberger Stadtrat auf Zustimmung, Entscheidungen über die künftige Aufteilung stehen aber noch aus. Erst im kommenden Jahr soll es einen städtebaulichen Entwurf und den Bebauungsplan geben. 2022 könnte mit dem Bau begonnen werden. Bis das gesamte Quartier entwickelt ist, dürfte es nach der Vorstellung der Houdeks bis 2028 dauern.

Transaktion: Starnberg, Moosstraße 8
  • Transaktionsdatum:
    2016
  • Immobilienart:
    Gewerbe allgemein
  • Transaktionsart:
    Kauf
  • Volumen:
    15.000,00 qm Grundstücksfl.
  • Käufer:
    Rudolf Houdek, Robert Houdek
  • Projekt:
    moosaik Starnberg

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