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Recht | 23.01.2020

Aus IZ04/2020, S. 20

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Awo-Skandal jetzt auch mit Immobilien

Hessen. Die Affäre um die Arbeiterwohlfahrt (Awo) betrifft nun offenbar auch zwei Pflegeimmobilien. Seit November 2019 steht die Awo im Rhein-Main-Gebiet in der Kritik. Auslöser waren hohe Bezüge und ein Dienstwagen für die bei der Awo beschäftigte Ehefrau des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD). In den folgenden Wochen kamen weitere fragwürdige Praktiken des Sozialverbands insbesondere in Frankfurt und Wiesbaden ans Licht. Vorgeworfen werden der Awo überhöhte Gehälter und unangemessen teure Dienstwagen für leitende Mitarbeiter, personelle Verflechtungen zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen sowie zu hohe Rechnungen für den Betrieb von Flüchtlingsunterkünften zulasten der Stadt Frankfurt. Neu ins Gespräch gekommen sind jetzt Verkäufe von zwei Pflegeheimen im Awo-Bezirk Hessen-Süd. Medienberichten zufolge wurden das Heinz-Ulm-Haus in Langgöns mit 80 Pflegeplätzen und das Sozialzentrum Bruchköbel mit 88 Plätzen von der Awo im Rahmen eines Sale-and-Leaseback-Deals an private Gesellschaften veräußert, in denen ein Generalbevollmächtigter der Awo beteiligt war. Solche Insichgeschäfte seien nach den Regeln der Awo nicht zulässig. Mehrere Medien berichten, dass außerdem die Staatsanwaltschaft Frankfurt in dieser Sache aktiv geworden sei, wozu diese selbst sich aber nicht äußert.

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