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Projekte | 23.01.2020

Aus IZ04/2020, S. 17

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Industria packt Mainzer Projekt in KG

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Der historisch wertvolle Altbau des Hildegardis-Krankenhauses sowie einige der Neubauten sollen Teil des Wohnquartiers werden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Mainz. Mit einer Investment-KG will Industria Wohnen seine neue Erwerbung strukturieren: Das Unternehmen hat sich ein 165 Mio. Euro schweres Wohnquartier gesichert, das J. Molitor in und am ehemaligen Hildegardis-Krankenhaus entwickelt.

Industria Wohnen erwirbt die Wohnentwicklung auf dem Gelände des ehemaligen Hildegardis-Krankenhauses in der Mainzer Oberstadt und geht dafür neue Wege. Das Tochterunternehmen der Degussa Bank legt für dieses Vorhaben erstmals eine Investment-KG zur Entwicklung eines geschlossenen Areals auf. Ende des vergangenen Jahres wurde das Projekt für die KG erworben. Projektentwickler ist J. Molitor Immobilen, ein Unternehmen der Ingelheimer Gemünden-Gruppe. Die ebenfalls zur Firmengruppe gehörende Bauunternehmung Karl Gemünden übernimmt die Bauarbeiten.

Molitor hatte im November 2017, wenige Wochen, nachdem das Krankenhaus seinen Betrieb beendet hatte, das Vorhaben erstmals vorgestellt. Das Projekt trägt inzwischen den blumigen Namen "Hildegardis - Die Stadtoase". Die Gesamtinvestition ist mit rund 165 Mio. Euro veranschlagt, als Abnehmer der KG-Anteile sind institutionelle Investoren vorgesehen.

Universität und Klinikum sollen Nutzer bringen

Das rund 2,7 ha große Quartier soll einmal 347 Wohneinheiten mit zusammengenommen rund 23.000 m2 Wohnfläche umfassen. Dazu kommen eine Tiefgarage sowie eine Kindertagesstätte. Die durchschnittliche Wohnungsgröße gibt Industria mit 67 m2 an. Rund ein Viertel der Wohneinheiten soll im geförderten Wohnungsbau entstehen. Daneben sind frei finanzierte Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen vorgesehen. Die ersten Abriss- und Bauarbeiten liefen Ende des Jahres 2018 an, die Fertigstellung wird für den Sommer 2022 angestrebt.

Danach sollen die Vermietung und das technische Management des Quartiers bei der Gemünden-Gruppe bleiben. Molitor ist neben der Entwicklung des gesamten Projekts auch für den Verkauf der Eigentumswohnungen zuständig und will diesen im ersten Halbjahr 2020 anlaufen lassen. Die Ausführung setzt sich aus Neubauten, Kernsanierungen und Fassadenerneuerungen im Bestand sowie der Restaurierung des historischen Altbaus inklusive einer Kapelle zusammen. Insgesamt soll das Quartier eine aufgelockerte, durchgrünte Struktur erhalten. "Durch die Kombination aus großen und kleinen Wohnungen, frei finanziertem und gefördertem Wohnraum sowie die unmittelbare Nähe zur Universität und zum Uniklinikum soll eine breite Nutzerschicht angesprochen werden", heißt es von Industria.

Verwalter der Investment-KG ist IntReal. Industria wurde bei der Transaktion von Heussen Rechtsanwälte, München, Molitor durch Rechtsanwälte Stritter & Partner, Ingelheim, beraten. Fachwissen für die wirtschaftliche und strukturelle Konzeption der Investment-KG steuerte das Beratungsunternehmen Pallino, Frankfurt, bei.

Transaktion: Mainz, Hildegardstraße 2

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