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Unternehmen | 23.01.2020

Aus IZ04/2020, S. 14

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

Manufactum, Hema, Søstrene Grene

Achim Weitkamp von Lührmann vertritt die These: "Die Warenhäuser wachsen von unten nach." Beispiele für diesen Trend seien Filialisten wie Manufactum, Søstrene Grene, Pro Idee, Torquato oder Hema.

Es gibt sie noch, die guten Dinge" - mit diesem Slogan ist Manufactum groß geworden, das ursprünglich als Versender gestartete "Warenhaus der guten Dinge". 1987 gegründet und anfänglich auf Haushaltswaren spezialisiert, ist das zum Otto-Konzern gehörende Unternehmen mit einem Umsatz von mehreren 100 Mio. Euro eine lupenreine Mischung aus Distanz- und Stationärhändler (Umsatzanteil jeweils 50%).

Gerade hat die Firma aus Waltrop (NRW) die Gunst der Stunde genutzt und zwei ausrangierte Gerry-Weber-Läden übernommen (Bonn, Münster Arkaden). Diese sind zwar nur 350 m2 bzw. 330 m2 groß und damit deutlich kleiner als die Manufactum-Standardfilialen (800 bis 1.000 m2). Dafür bekommt das Unternehmen eine Präsenz in Städten, die sehr gut zu Manufactum passen. Das Filialnetz vergrößerte sich durch die zwei Läden auf 13 Standorte, davon einer in Wien.

Manufactum gehört zu jener Spezies von Läden, die "irgendwie alles verkaufen", sagt Achim Weitkamp, Mitinhaber der Maklerfirma Lührmann aus Osnabrück. In diese Kategorie zählt er auch Søstrene Grene, Pro Idee, Torquato oder Hema. Søstrene Grene wurde 1973 in Dänemark gegründet und expandiert gerade mit Volldampf. Mittlerweile existieren rund 50 Geschäfte. Zuletzt übernahm Søstrene Grene das Untergeschoss des großen Görtz-Ladens in der Frankfurter Innenstadt. Hema aus den Niederlanden hat seinen Ursprung im Jahr 1926 und bringt es auf elf Läden hierzulande. Obwohl die Konzepte der drei Kaufhausketten grundverschieden sind, lassen sich Gemeinsamkeiten erkennen. "Ihre Produkte folgen konsequent einer Ausrichtung und ihr Sortiment ist breit, aber nicht tief", sagt Weitkamp. "Manufactum fokussiert sich auf Handgefertigtes, Søstrene Grene auf skandinavisches Design, Hema setzt auf erschwingliche, moderne Produkte. Diese Konzepte unterstützen den Verbraucher beim Ausdruck seiner Persönlichkeit." Zu nennen wären in diesem Zusammenhang auch die auf den "Irgendwie-alles-Verkauf" spezialisierten Versender Torquato und Pro Idee (jeweils fünf Läden).

Mit Blick auf den Erfolg dieser Händler formuliert Weitkamp die These: "Warenhäuser wachsen von unten nach." Dagegen würden Karstadt und Kaufhof nach der Fusion wahrscheinlich bald einige Doppelstandorte schließen.

Transaktion: Bonn, Markt 12
Transaktion: Münster, Ludgeristraße 100
  • Transaktionsdatum:
    23.01.2020
  • Immobilienart:
    Laden-/Geschäftsflächen
  • Transaktionsart:
    Miete
  • Volumen:
    330,00 qm Nutzfl.
  • Mieter:
    Manufactum
  • Projekt:
    Münster Arkaden
Transaktion: Frankfurt am Main, Zeil 65-69

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