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Digitales | 23.01.2020

Aus IZ04/2020, S. 13

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

BrickMark springt auf den Tokenisierungszug auf

Der Schweizer Asset-Manager will bei blockchainbasierten Immobilienanlagen mitmischen. Eine Immobilie dazu hat er schon. Handelbar sind die Anteil daran aber noch nicht.

Immobilienanlagen, bei denen Vermögensanteile in Form sogenannter Token auf einer Blockchain abgelegt werden, erfreuen sich steigender Beliebtheit. Dadurch, so hoffen die Verfechter der Technologie, soll unter anderem die Handelbarkeit des jeweiligen Anlageinstruments verbessert und der Zugang zu einem breiten Investorenkreis erleichtert werden. Der Schweizer Immobilieninvestor und Asset-Manager BrickMark will an diesem Blockchaintrend teilhaben. Dazu möchte das Unternehmen erstklassige Gewerbeobjekte in europäischen und nordamerikanischen Metropolen kaufen, wobei bevorzugt Token als Finanzierungsinstrument verwendet werden sollen. So lautet zumindest der Plan.

Das Auftaktinvestment von BrickMark bildete vergangene Woche ein Geschäftshaus in der Züricher Bahnhofstraße 52, das für 130 Mio. CHF (rund 121 Mio. Euro) von RFR Holding erworben wurde. Das Objekt verfügt über 1.600 m² Mietfläche, die überwiegend als Büros genutzt werden. Die Einzelhandelsfläche umfasst dagegen nur etwa 15% des Erdgeschosses, sie soll durch Umbaumaßnahmen versechsfacht werden. Dadurch, so BrickMarks Kalkül, ließe sich der gegenwärtige Mietertrag des Hauses mehr als verdoppeln. Haupteinzelhandelsmieter ist derzeit der Uhrenhersteller Swatch, der dort einen Flagshipstore betreibt. Der Mietvertrag mit Swatch läuft Ende Januar 2021 aus, dann soll binnen 24 Monaten die Fläche neu aufgeteilt werden. Gekauft hat BrickMark das Objekt mittels eines Share-Deals, wobei 80% der Anteile sofort erworben wurden. Für die restlichen 20% besteht eine Kaufoption innerhalb von neun Monaten.

BrickMarks Token gibt es noch gar nicht

Der Blockchainanteil ist überschaubar: RFR akzeptiert 20% des Eigenkapitalanteils am Kaufpreis in Form von Token, die BrickMark selber herausgibt. Das entspricht letztlich einer Sacheinlage in BrickMark, über die RFR am Wertzuwachs der Immobilie beteiligt bleibt, erläuterte BrickMark-CEO Stephan Rind in einer Telefonkonferenz. Da das Objekt zu 30% mit einem Kredit finanziert wird, liegt der tokenisierte Anteil des Deals bei rund 17 Mio. Euro. Hinzu kommt , dass für den BrickMark-Token noch nicht feststeht, welchem Aufsichtsrecht er unterliegen wird, geschweige denn, wo er einmal gehandelt werden kann. Das Unternehmen stehe in enger Abstimmung mit den Finanzaufsehern in Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg und der Schweiz, betonte CEO Rind. Bisher existieren die Token zwar vertraglich, elektronisch erzeugt - im Jargon heißt dieser Vorgang Minting - müssen sie erst noch werden. Bis sich andere Investoren an BrickMark beteiligen können, wird es also noch eine Weile dauern.

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